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Norddeutscher Groß- und Außenhandel

Krankenstand gesunken – hohe Bereitschaft zum Jobwechsel

Die Angestellten im norddeutschen Groß- und Außenhandel haben sich 2017 seltener krankgemeldet als im Jahr zuvor. Das ergab eine Studie des AGA Unternehmensverbandes für die Wirtschaftsstufe Groß- und Außenhandel, in der in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein knapp 18.700 Betriebe mit 248.000 Beschäftigten tätig sind.

Im Durchschnitt fehlten die Angestellten im vergangenen Jahr aufgrund von Krankmeldungen an 12,9 Arbeitstagen. Im Jahr 2016 waren es 14,7 Fehltage. Der AGA Unternehmensverband führt diese Erhebung seit dem Jahr 1979 durch. Die niedrigste Fehlzeitenquote war in den Jahren 2004 und 2005 mit 8,1 Tagen zu verzeichnen.

„Eine erfreuliche Entwicklung für den Groß- und Außenhandel im Norden. Damit konnte der Trend der vergangenen Jahre gestoppt werden“, kommentierte Volker Tschirch, Hauptgeschäftsführer des AGA Unternehmensverbandes, die Zahlen heute in Hamburg. „Ein Grund für die positive Entwicklung ist sicherlich auch, dass die Grippewelle Anfang 2017 im Norden nicht so ausgeprägt war, wie in den Jahren zuvor. Wegen der außergewöhnlich schweren Grippewelle Anfang des Jahres rechnen wir für 2018 wieder mit einem deutlichen Anstieg der Krankheitstage.“

Beschäftigte wechseln häufiger den Job

Der AGA hat auch die berufliche Wechselbereitschaft von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im norddeutschen Groß- und Außenhandel untersucht.

Die Fluktuationsrate betrug 2017 rund 11,8 Prozent (2016:12,1 Prozent). Damit hat fast jeder neunte Angestellte im vergangenen Jahr einen neuen Job angetreten oder ist in den Ruhestand gegangen.

Im Detail zeigt sich, dass 2017 rund 7,7 Prozent (2016: 6,6 Prozent) aller Beschäftigten im Groß- und Außenhandel von sich aus ihren Job gekündigt haben. Die weiteren 4,1 Prozent (2016: 5,5 Prozent) der Angestellten sind aufgrund natürlicher Fluktuation – Rente, Wohnortwechsel usw. – aus ihrem Unternehmen ausgeschieden.

„Fakt ist, dass immer mehr Angestellte von sich aus den Job wechseln. Grund dafür ist die hervorragende Arbeitsmarktsituation, in der immer mehr Fachkräfte fehlen und sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern häufig Chancen zur Veränderung bieten“, erläutert Volker Tschirch. „Jetzt gilt es für die Unternehmer, ihre Qualitäten als attraktiver Arbeitgeber darzustellen und so Fach- und Führungskräfte für ihr Unternehmen zu binden oder neu zu begeistern.“

(Redaktion)


 


 

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