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Küstenfischer-Verband

Schollenbestand in der Nordsee auf Rekordhöhe

In der Nordsee gibt es so viele Schollen wie seit Beginn der wissenschaftlichen Aufzeichnungen 1953 nicht mehr. Der Bestand an Elterntieren dieser Fischart wird bei der jetzt festgesetzten Fangquote von jährlich 84.000 Tonnen im Jahr 2013 sogar auf deutlich über eine halbe Million Tonnen steigen, wie der Verband der Deutschen Kutter- und Küstenfischer am Dienstag in Hamburg mitteilte.

Die "fischereilichen Bewirtschaftungsmaßnahmen" zeigten deutliche Erfolge in der Nordsee, hieß es. Auch bei anderen Fischarten ermögliche die verbesserte Bestandssituation eine Erhöhung der Fangquoten. Zugelegt haben den Angaben zufolge die Schellfisch- und Wittlingbestände.

Stabil zeige sich der Seezungenbestand, wo die Zahl der Elterntiere so hoch sei wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Die Fangquote für diesen Fisch soll hier im nächsten Jahr um elf Prozent auf 15.700 Tonnen steigen. Der Nordseekabeljau zeigt den Angaben zufolge weiter Erholungstendenzen.

Fangquote beim Seelachs herabgesenkt

Aus Vorsorgegründen sollen die Quoten für Steinbutt, Glattbutt, Kliesche und Flunder den Angaben zufolge unverändert bleiben. Lediglich bei Seelachs soll es eine Absenkung der Fangquote um 15 Prozent auf etwa 80.000 Tonnen geben. Experten führten die Entwicklung in dem Fall auf natürliche Bestandsschwankungen zurück. Eine Überfischung habe es nicht gegeben.

Wissenschaftler des internationalen Rates für Meeresforschung hatten kürzlich in Kopenhagen ihre Empfehlungen für die Fangquoten des nächsten Jahres veröffentlicht. Zuvor hatten sie bereits für den Nordseehering eine Erhöhung der Fangquote um 15 Prozent empfohlen.

(dapd )


 


 

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