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Gesundheitswirtschaft

NuVasive steuert Europageschäft von Bremen aus

Seit Juli beheimatet Bremen die Europazentrale des amerikanischen Unternehmens NuVasive. Der Spezialist für die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Implantaten und Instrumenten für die Wirbelsäulenchirurgie ist aus Bayern an die Weser gezogen, um von hier das Netzwerk für Europa auszubauen. Im neuen KPS-Gebäude in der Contrescarpe 75A sind die Räumlichkeiten der NuVasive Europe GmbH, in denen Geschäftsführer Stephan Siemers zurzeit 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, Tendenz steigend.

Die Behandlung von Rückenleiden gehört zu den größten Kostenverursachern im Gesundheitswesen. NuVasive hat unter anderem ein schonenderes Operationsverfahren mittels Neuronavigation entwickelt, welches für den Patienten mehr Sicherheit, einen geringeren Blutverlust und einen beschleunigten Genesungsprozess bedeutet. Nicht nur die Verweildauer der Patienten im Krankenhaus konnte dadurch wesentlich verkürzt werden, auch das Risiko einer Infektion und somit etwaige Folgebehandlungen sollen damit vermindert werden.

Markteintritt in andere Länder von Bremen aus

Neben dem Vertrieb gehört die Schulung von Ärzten in der minimal-invasiven Operationsmethode zu den Hauptaufgaben von Stephan Siemers und seinem Team. Örtlichkeiten für ein geeignetes Labor und für den ständig wachsenden Bedarf nach Lagerkapazitäten werden noch gesucht. Damit verbunden sind weitere Arbeitsplätze. „Wir werden bis zum Ende des Jahres auf 20 Mitarbeiter gewachsen sein und gehen von einer Verdopplung dieser Zahl in 2010 aus“, prognostiziert Siemers. Abhängig vom Markteinstieg in den europäischen Nachbarländern wächst die Zahl weiter. Zunächst ist der Markteintritt für Benelux, Schweiz und Österreich geplant. Handelsvertreter gibt es bereits in Italien, Spanien, und der Türkei.

Bremen war zunächst nicht Wunschstandort

Bremen war nach Angaben eines Sprechers der Wirtschaftsförderung Bremen GmbH (WFB) nicht der ursprüngliche Wunschstandort der amerikanischen Zentrale. Nach Gesprächen mit der WFB und einem Besuch des amerikanischen Hauptgeschäftsführers in der Hansestadt, ließ man sich aber schnell von dem durchaus attraktiven Standort Bremen überzeugen. 

„Über 35.000 Menschen arbeiten in Bremen bereits im Gesundheitswesen. Das ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor“ (Andreas Heyer, Wirtschaftsförderung Bremen)

Gesundheitswirtschaft: WFB will Netzwerke bilden

„Über 35.000 Menschen arbeiten in Bremen bereits im Gesundheitswesen. Das ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor“, betont Andreas Heyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der WFB. Neben der Ansiedlung von Unternehmen der Gesundheitswirtschaft will die WFB im Rahmen der Landesinitiative „Bremen. Zukunftsmarkt Gesundheit“ derzeit die Akteure der Gesundheitswirtschaft in der Hansestadt besser vernetzen. Durch die Initiierung und Begleitung von innovativen Projekten zwischen Wissenschaft und in diesem Bereich tätigen Unternehmen soll die Position der Gesundheitswirtschaft in Bremen langfristig weiter gestärkt werden.

(Redaktion)


 


 

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