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Wegen Loveparade-Katastrophe

Duisburgs OB Sauerland abgewählt

Ein Abwahlantrag einer Duisburger Bürgerinitiative hat am Sonntag zur Abwahl des Duisburger Oberbürgermeisters Adolf Sauerland (CDU) geführt. Hintergrund der Initiative war die Loveparade-Katastrophe aus dem Jahr 2010, bei der 21 Besucher der Veranstaltung ums Leben kamen (business-on.de berichtete).

Insgesamt 129.833 Duisburgerinnen und Duisburger votierten für die Abwahl Sauerlands, 21.557 stimmten dagegen. Das erforderliche Quorum von 91.228 Ja-Stimmen (25 Prozent der Abstimmungsberechtigten) konnte am Sonntag erreicht werden. Die örtliche CDU hatte darauf verzichtet, Wahlkampf zu betreiben.

Bis zur Loveparade Katastrophe war OB Adolf Sauerland in seiner 500.000-Einwohnerstadt ein angesehener und beliebter Politiker. Das änderte sich schlagartig, als bei der Loveparade mehrere Menschen starben. Dem Politiker wird von den Duisburgern die politische Verantwortung für das Unglück mit 21  Toten und zahlreichen Verletzten zugeschrieben. Err konnte sich zeitweise ohne Personenschutz nicht mehr in die Öffentlichkeit wagen. Sauerland wird von der Staatsanwaltschaft Duisburg im laufenden Ermittlungsverfahren allerdings bis heute nicht als Beschuldigter geführt.

Die zentrale Trauerfeier in einer Duisburger Kirche, die u.a. live ins Stadion des MSV Duisburg übertragen wurde, hatten entgegen anfänglicher Annahmen nur eine überschaubare Zahl von Trauernden besucht.

Duisburg: Einen neuen OB gibt es noch nicht

Ein Abwahlantrag Sauerlands im Rat kurz nach dem Unglück war zunächst gescheitert, die Bürgerinitiative, die Sauerland selbst SPD-Kreisen zuschrieb, setzte sich letztlich am Sonntag mit ihrem Abwahlantrag durch. Bei der örtlichen CDU hatte man gehofft, dass die anfängliche Wut auf den Duisburger OB nach über einem Jahr verflogen ist.

Die örtliche CDU-Mitglieder hatten sich nach em Unglück demonstrativ hinter den verdienten Adolf Sauerland gestellt. Der Duisburger OB zeigte sich in einer ersten Reaktion am Sonntag enttäuscht über das Abstimmungsergebnis. Einen neuen Oberbürgermeister gibt es noch nicht. Die Wahl hierzu wird in den kommenden Monaten stattfinden.

(Red. / oy)


 


 

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