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Öffentliche Versicherungen Oldenburg

Regionalversicherer blickt nach dem Jahr 2011 zufrieden nach vorne

Trotz eines leichten Beitragsrückgangs blicken die Öffentlichen Versicherungen Oldenburg nach dem Jahr 2011 zufrieden nach vorne. Am 22. Februar stellten sich der Vorstandsvoristzende des öffentlich-rechtlichen Regionalversicherers, Franz Thole, , Vorstandsmitglied Horst Schreiber und Neu-Vorstand Ulrich Knemeyer den Fragen der Presse.

Die Beiträge der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg, zu denen die Oldenburgische Landesbrandkasse und die Öffentliche Lebensversicherung gehören, gingen 2011 um 1,0 Prozent zurück. Die Zahl der Versicherungen im Bestand der Öffentlichen stieg zugleich um 0,8 Prozent (8.400 Stück). Die im Jahr 2010 erreichte Millionenmarke konnte somit verteidigt werden. Ende 2011 wurden Kapitalanlagen von gut 1,2 Mrd. Euro verwaltet.

Wesentlich zur Vermittlung bei trugen im Jahr 2011 die Landessparkasse zu Oldenburg und die Wilhelmshavener Sparkasse bei, die mit einer gemeinsamen Gesellschaft 44 Prozent der Lebensversicherungen bei der Öffentlichen vermittelten, sowie bei Unfall- und Haftpflicht jeweils 17 Prozent und in der Sachversicherung 12 Prozent.

Öffentliche Versicherungen Oldenburg (gesamt)
Ebene200920102011
Versicherungsbestand (Anzahl)995.0811.000.1961.008.586
Gebuchte Buttobeiträge (in Mio. Euro)210,083222,883220,744
Kapitalanlagen (in Mio. Euro)1.132, 9611.178,1671.195,404

Die Unternehmenssparte Landesbrandkasse musste weniger Ausgaben für Schäden verkraften als noch im Jahr zuvor. Größtes Ereignis war der Brand der BTB-Sportanlage in Oldenburg. Dieser Schadensfall war nach Tholes Worten allerdings ausreichend bei einem Rückversicherer abgesichert. Die Zahl der Elementar- und Unwetterschäden blieb nach Tholes Angaben gering. Durch die Reparatur der Talsperre Thülsfeld (business-on.de berichtete), blieben auch in Friesoythe (Landkreis Cloppenburg) die im schlimmsten Fall zu erwartenden Wasserschäden aus.

Die Schadensquote  bei Kfz-Versicherungen sank von 87,7 Prozent im Jahr 2010 auf 82,6 Prozent im Jahr 2011. Sie umfasst das Verhältnis von Schadenaufwand zu den geleisteten Beiträgen. Lediglich mehrere Brandserien im Geschäftsgebiet trübten das allgemein positive Bild ein wenig.

Die Zahl der Versicherungsverträge erhöhte sich in der Sparte Oldenburgische Landesbrandkasse um 6.000 auf knapp 900.000 Versicherungen. Die Bruttobeiträge stiegen um 1,9 Prozent auf 136,6 Mio. Euro, die Kapitalanlagen sanken zugleich leicht um 1,2 Prozent und betrugen Ende 2011 knapp 320,7 Mio. Euro.

Oldenburgische Landesbrandkasse
Ebene200920102011
Versicherungsbestand (Anzahl)891.758893,995899.782
Gebuchte Bruttobeiträge (in Mio. Euro)132,230134,097136,596
Kapitalanlagen (in Mio. Euro)324,44324,643320,685
Öffentliche Lebensversicherungsanstalt Oldenburg
Ebene200920102011
Versicherungsbestand (Anzahl)103.323106,201108.804
Gebuchte Bruttobeiträge (in Mio. Euro)77,85488,78684,148
Bestandssumme (in Mio. Euro)2.809,52.902,93.021, 5
Kapitalanlagen (in Mio. Euro)808,517853,524874,719

Die Sparte Öffentliche Lebensversicherungsanstalt konnte im Jahr 2011 ein ein außerordentlich gutes Geschäft in der privaten Rentenversicherung sowie der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) vermelden. Die Zahl der Versicherungsverträge in diesem Bereich stieg um 2,5 Prozent auf 108.804 Stück. Die Stornoquote lag im Jahr 2011 bei lediglich 3,46 Prozent (Branchenschnitt 5 Prozent). Die Bruttobeiträge des Lebensversicherers sanken um 5,2 Prozent auf gut 84,1 Millionen Euro. Dies führt man im Vorstand auf den planmäßigen Wegfall von Einmalzahlungen zurück. Der Kapitalbestand erhöhte sich bei der Sparte Öffentliche Lebensversicherung weiter auf über 3 Mrd. Euro.

Ausblick: Vier wichtige Themenfelder

Darüber hinaus lieferten die drei Vorstandsmitglieder einen weiteren Ausblick auf wichtige Themenfelder für den Versicherer:

Unisex-Tarife: Nachdem der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe mit einem Urteil  März 2011die Versicherer zu Unisex-Tarifen ohne Geschlechtsmerkmale verpflichtet hat, stellen sich auch die Öffentlichen Versicherungen auf die neue Situation ein.

Solvency II-Anforderungen: Während die Solvency I-Anforderungen zuletzt "souverän erfüllt" werden konnten, werden bei der nächsten Stufe, Solvency II, ab 2015 auch Kapitalanlagen mit in die Berechnung einbezogen. Hierauf muss sich der Regionalversicherer einstellen.

Neuer Vorstand: Wegen steigender regulatorischer Anforderungen ist zum 1 Januar 2012 Ulrich Knemeyer in den Vorstand berufen worden. Er verantwortet beim Regionalversicherer das Controlling und die operative Umsetzung des Risikomanagements.

Geschäftsstellennetz: Die Bedeutung des persönlichen Kundenkontakts hob Öffentliche-Chef Franz Thole hervor. Auf die Frage eines Journalisten, wie sich die zunehmende Online- konkurrenz auf das Geschäftsstellennetz auswirken werde, erwiderte Thole, dass die Besucherfrequenz in den Geschäftsstellen ungebrochen sei. Sie sei in den vergangenen Jahren sogar weiter gestiegen
.

(Red. / oy)


 


 

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