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Statt Skigebiet

Mit der Pistenraupe zur Ölwehrübung ins Watt

Normalerweise kennt man sie aus Skigebieten in den Alpen: die Pistenraupen. Anders an der niedersächsischen Nordseeküste - im dortigen Flachland hat man zwar mangels Gebirgsmassiven einen breiten Horizont und kaum Gefälle, auf die Pistenraupen muss man dennoch nicht verzichten. Zumindest am vergangenen Montag. Hintergrund ist die Erprobung neuer Fahrzeuge für die Ölbekämpfung der Zukunft

An der Küste bei Schillig (Landkreis Friesland) führte die Betriebsstelle Brake-Oldenburg des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung und der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft für Natur- und Umweltschutz mit den Fahrzeugen jetzt eine Übung zur Öl- und Schadstoffunfallbekämpfung durch.

"Im Mittelpunkt stand dieses Mal die Reinigung von Strand- und Wattflächen von Ölverschmutzungen. [...] Dabei wollten wir ausprobieren, inwieweit sich bestimmte Fahrzeuge für Arbeiten auf diesem schwierigen Untergrund eignen". (Hergen Oetken vom NLWKN)

Testlauf für Raupenfahrzeuge

"Im Mittelpunkt stand dieses Mal die Reinigung von Strand- und Wattflächen von Ölverschmutzungen", erklärte Hergen Oetken vom NLWKN. "Dabei wollten wir ausprobieren, inwieweit sich bestimmte Fahrzeuge für Arbeiten auf diesem schwierigen Untergrund eignen". Zum Einsatz kamen ein selbstfahrendes Gerät für die Strandreinigung, eine Pisten- und eine Transportraupe, die alle aus dem Fuhrpark der Firma R. P. Meyer-Luhdorf aus Winsen/ Luhe stammen.

Die Pistenraupe wurde mit einem Schubschild ausgerüstet und befuhr die Wattflächen vor dem Elisabethgroden: "Wir wollten testen, ob die Raupe mit ihrem Schubschild Öl von der Wattoberfläche abschälen kann, ohne dass Schild und Fahrzeugketten zu große Beschädigungen am ökologisch sensiblen Untergrund verursachen", ergänzte Oetken.

Der Untergrund stand auch im Zentrum des Probeeinsatzes der Transportraupe im Deich- und Strandbereich. Bei einer Lastenkapazität von bis zu sechs Tonnen wurde auch hier begutachtet, ob das Fahrzeug zu große Schäden im Watt anrichtet. Die selbstfahrende Strandreinigungsmaschine, die Verschmutzungen mit Hilfe von Kettensieben über ein Förderband aufnehmen soll, wurde hingegen von den Sachverständigen ausschließlich auf ihre Säuberungskapazitäten auf sandigem Boden untersucht. Ziel der Übung im Watt war es, Alternativen zur herkömmlichen Ölbekämpfung an Land zu testen. Bei positivem Ergebnis sollen die neuen Geräte angeschafft werden.

Zukunft der Ölbekämpfung im Blick

Und: muss man künftig wieder auf die Pistenraupen an der Nordseeküste verzichten? "Die ersten Eindrücke stimmen optimistisch, und wir hoffen, dass dieser Eindruck durch das begleitende ökologische Monitoring bestätigt wird. Die Ergebnisse werden uns aber erst im kommenden Jahr vorliegen", so Oetken.

(Redaktion)


 


 

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