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Warenhauskette Kaufhof

Metro gibt sich trotz Berggruen-Offerte weiter gelassen

Trotz der Offerte von Karstadt-Investor Nocolas Berggruen für die Kölner Warenhauskette Karstadt, gibt sich Deutschlands größter Handelskonzern Metro gelassen. Bei den Düsseldorfern sieht man sich nicht unter Zugzwang. Auch der österreichische Immobilienfonds Signa hat Interesse.

Von Onur Yamac

"Wir werden den Kaufhof nur verkaufen, wenn wir einen guten Käufer haben und einen angemessenen Preis bekommen", sagte Metro-Vorstandschef Eckhard Cordes am Donnerstag in Düsseldorf. Der Handelskonzern stehe beim Verkauf der Warenhauskette nicht unter Zugzwang. 

Sowohl Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen als auch der österreichische Immobilienfonds Signa wollen Kaufhof übernehmen, heißt es von Seiten des Handelskonzerns. Sollte Berggruen Kaufhof aufkaufen, so würde sich aber zwangsläufig die Frage danach stellen, unter welchem Dach und an welchem Ort das Warenhausimperium Berggruens künftig fortbesteht und seinen Sitz hat. Karstadt sitzt in Essen, Kaufhof in Köln. Zwei Verwaltungen dürften zwangsläufig dem Rotstift zum Opfer fallen.

Metro: Interesse an nachhaltiger Fortführung

Im Gegensatz zu Karstadt hatte die Metro-Tochter Kaufhof bis zuletzt solide gewirtschaftet, hat zugleich aber auch mit der zunehmenden Konkurrenz durch Shopping-Malls und das Internet zu kämpfen. Kooperationen wie im niedersächsischen Oldenburg, bei dem das Warenhaus umfangreich modernisiert und mit einem Zugang an eine Shopping-Mall des Betreibers ECE (Otto-Gruppe) angedockt worden ist, sind selten und auch nicht in jeder Stadt möglich. In Städten wie Bremen liegen sich die Warenhäuser von Karstadt und Kaufhof vis-a-vis gegenüber. In der Weser-Metropole bleiben im Falle einer Berggruen-Übernahme nur die Optionen: Mega-Shopping-Center, Schließung eines Warenhauses oder anderweitige Nachnutzung eines der beiden Warenhäuser.

 Interessent Berggruen hatte den Mitarbeitern bei der Karstadt-Übernahme zudem Hoffnungen auf den Fortbestand des bisherigen Standorts der Hauptverwaltung in Essen gemacht. Ein Knackpunkt, denn anders als die Karstadt-Mutter Arcandor standen die Kölner immer auf solidem Fundament da, eine Schließung der Hauptverwaltung käme daher einem sprichwörtlichen Schlag ins Gesicht gleich. Auch bei Metro scheint es daher Einigkeit über eine nachhaltige Lösung für die Warenhaus-Tochter zu geben. Dazu Cordes: "Wir sind im Gespräch mit mehreren Gruppen". Man versuche herauszufinden, inwieweit "nachhaltiges Interesse" bestehte.

(Red. / oy)


 


 

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