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China-Begegnungen 2010/2011

Reich der Mitte meets Oldenburg

Neun Oldenburger Kunst- und Kultureinrichtungen präsentieren ab dem 1. September 2010 unter der Federführung des städtischen Kulturamtes die Reihe „ChinaBegegnungen“.

Insgesamt zehn Einzelprojekte stellen bei dem langristig angeelgten Projekt bis zum 20. Februar 2011 die Kultur und Gesellschaft des Reichs der Mitte in den Blickpunkt. Im Mittelpunkt stehen dabei aktuelle Positionen und Entwicklungen der Bildenden Kunst sowie der Architektur.

Mit den „China-Begegnungen“ möchte das Oldenburger Kulturamt aktuelle Tendenzen in der Kultur und Gesellschaft aufgreifen und Themen der Zeit diskutieren: „Wir erleben ein stark steigendes Interesse am Phänomen China und werden sehr bald damit konfrontiert sein, dass dieses Land auch kulturell eine prominente globale Stellung einnimmt“, so Christiane Cordes, Leiterin des Kulturamtes der Stadt Oldenburg. „Die Reihe ‚China Begegnungen’ will dem Reich der Mitte vorurteilsfrei gegenübertreten und den Besucherinnen und Besuchern eine Grundlage für eine Meinungsfindung über dieses faszinierende, aber doch oftmals auch widersprüchliche Land bieten.“

Das Programm im Überblick:

„Zeitgenössische chinesische Fotopositionen“ sind im Oldenburger Kunstverein zu erleben und schärfen den Blick für heutige fernöstliche Fotokunst. Mit dem Medium der Fotografie gelingt es auf besondere Weise, die Herausforderungen der Gegenwart, vor allem die Spannungen im Verhältnis des Einzelnen zum Kollektiv, zum Ausdruck zu bringen.

Der Verein BauWerk widmet sich mit der Architekturausstellung „M8 in China“ kleinen, flexibel agierenden chinesischen Ingenieurbüros und präsentiert das Verhältnis von chinesischer Architektur und Kunst.

Das „Archiv der Erinnerungen“ der in Deutschland lebenden Keramikkünstlerin Mei-Shiu Winde-Liu will in Form von weißen Porzellanobjekten das subjektive Innenleben von Menschen, Dingen und Zuständen widerspiegeln. Zu sehen im Pulverturm Oldenburg.

„Im fernen Westen“ leben die beiden jungen chinesischen Maler Li Heng und Zhang QiWei. Sie wollen aus der Distanz Kommentare zu Tradition, zur Stellung des Menschen in der Welt und zur aktuellen Gesellschaft Chinas geben. Das Kunstfoyer am Langenweg in Oldenburg präsentiert diese Ausstellung.

Im Oldenburger Stadtmuseum heißt es „China welcomes you“. Der Besucher erfährt unterschiedlichste Aspekte der heutigen chinesischen Kunstproduktion, in der Elemente ursprünglicher fernöstlicher Volkskunst in den Dialog mit gegenwärtigen Ausdrucksformen treten.

Um eine Kopie herzustellen, muss man das Vorbild studieren. Das Remake wird vom Edith-Ruß-Haus für Medienkunst in der Ausstellung „Culture(s) of Copy“ daher nicht moralisch verurteilt, sondern als Kunstform aufgefasst, die aber gleichzeitig Fragen nach Authentizität und Wahrheit aufwirft.

Das Alltagsleben in modernen chinesischen Metropolen und ihre Paradoxe stehen im Mittelpunkt der Reihe „Neuer chinesischer Film“. Das Medienbüro Oldenburg präsentiert im Programmkino Cine K in der Kulturetage experimentelle und künstlerische Werke, deren Regisseure zwischen Arbeitsverbot und der Auszeichnung mit internationalen Filmpreisen stehen.

„Ni hao! – Guten Tag!“ Die Oldenburger Kinderbuchmesse Kibum begrüßt Kinder und Jugendliche mit ihrem diesjährigen Länderschwerpunkt China. Mit einer Auswahl der renommiertesten Kinder- und Jugendbuchautoren und -illustratoren des Landes wird erneut das übergeordnete Ziel verfolgt, interkulturelle Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen zu fördern.

„China im neuen Jahrtausend“ ist der Titel einer dreiteiligen Reihe, in der chinesische Intellektuelle die Ereignisse auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1989 Revue passieren lassen, urbane Entwicklungen der Metropole Shanghai präsentieren und das Lebensgefühl einer jungen, nach Identität suchenden Generation nachzeichnen.

Zum „Perspektivwechsel“ lädt die evangelische Kirche Oldenburg gemeinsam mit dem Kulturbüro ein. Experten aus ganz Deutschland diskutieren über zentrale Phänomene wie den rasanten wirtschaftlichen Aufstieg Chinas und dessen Folgen, das Verhältnis von traditioneller chinesischer Medizin und Schulmedizin oder auch über Verbindungen zwischen chinesischer Philosophie und christlicher Religion.

Land in rapidem Wandel

Die Reihe „China-Begegnungen“ soll deutlich machen, dass sich dieses Land in einer Phase zwischen gelebter Tradition und unvorstellbar rapider Modernisierung befindet und somit ein Paradebeispiel für Globalisierung darstellt. Das Programm will auch für ein Verständnis fremder Kulturen werben. "Und gerade die Künste haben das Potenzial, ein wechselseitiges Verständnis entstehen zu lassen, da diese ja immer auch die Lebenswelten und Lebenswirklichkeit von Gesellschaften reflektieren.," heißt es von Seiten des Oldenburger Kulturamtes.

„Unser Anliegen ist es, ein China-Bild zu präsentieren, das den Besucher oftmals überraschen wird und so gar nicht den herrschenden Klischees entspricht“, erläutert Kulturdezernent Martin Schumacher den Kerngedanken der Veranstaltungsreihe. „Die Spannung, die entsteht, wenn sich ein Volk inmitten von gravierenden Umwälzungsprozessen befindet, wird man dem Programm anmerken. Ich bin überzeugt, dass es mit der Reihe zu spannenden Begegnungen mit der Kunst und Kultur Chinas kommen wird. Und besonders freue ich mich darüber, dass sich so unterschiedliche Institutionen gemeinsam diesem Thema widmen.“

Mehr Informationen zur Veranstaltungsreihe "China-Begegnungen" unter www.china-begegnungen.de.

(Redaktion)


 


 

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