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  • 08.05.2009, 00:05 Uhr
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  • Oldenburg/Groningen/Bremen
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Trilaterales Abkommen

Oldenburg, Bremen und Groningen schließen Kooperationsvertrag

Die gemeinsame Zusammenarbeit der Städte Bremen, Oldenburg und Groningen wurde am Donnerstag, 7. Mai, auf eine neue Ebene gestellt: Groningens Bürgermeister Jacques Wallage, Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen, und Oldenburgs Oberbürgermeister Gerd Schwandner unterzeichneten im Alten Rathaus in Oldenburg eine Vereinbarung zur trilateralen Zusammenarbeit der drei Städte. Sie soll die Basis für eine verstärkte Kooperation in ausgewählten Bereichen und für ein starkes Städtenetz auf überregionaler, europäischer und internationaler Ebene sein

Zu dem Treffen waren auch Vertreterinnen und Vertreter der drei Städte aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Stadtplanung, Kultur, Bibliotheken und Gesundheit eingeladen. „Die Vernetzung unserer Städte kann vom Norden her nach ganz Europa ausstrahle.“, so Oldenburgs Oberbürgermeister Gerd Schwandner. Bürgermeister Jens Böhrnsen ergänzte: „Der Erfolg dieser Zusammenarbeit zeigt sich nicht in Sonntagsreden, sondern in der Praxis. Und da stehen wir mit einer Vielzahl konkret gelebter Projekte gut da.“ Auch Groningens Bürgermeister Jacques Wallage schätzte die bereits existierende Zusammenarbeit: „Aus Groninger Sicht baut diese Vereinbarung auf langjährig gelebten Kontakten auf. Mit der Umsetzung als gemeinsame Anstrengung ergibt sich eine starke Zunahme der Kooperationsdynamik. In der Kooperation ist Wissen ein Schwerpunkthema. Deswegen schätze ich es besonders, dass auch die Universitäten, Fachhochschulen und weitere Einrichtungen daran beteiligt sind.“

Langjährige partnerschaftliche Beziehungen

Zwischen den beteiligten Städten gibt es bereits langjährige Freundschaften, bilaterale Beziehungen und Kooperationen in zahlreichen Aktivitäten und Projekten. So besteht zwischen Groningen und Oldenburg eine nunmehr 20-jährige Städtepartnerschaft. Oldenburg und Bremen arbeiten in der Metropolregion Bremen-Oldenburg seit Jahren zusammen. Mit der trilateralen Vereinbarung soll die Zusammenarbeit nun auf eine neue Ebene gestellt und intensiviert werden. Die Vereinbarung wurde in den vergangenen Monaten in mehreren Gesprächsrunden auf Verwaltungsebene der drei Städte entwickelt. Am 23. März hat der Rat der Stadt Oldenburg die Vereinbarung beschlossen. 

Genug Ideen: zahlreiche bestehende und bevorstehende Kooperationen

Zahlreiche Projekte und Initiativen sprechen für das Potential der Zusammenarbeit der drei Städte. So spielt in Bremen, Oldenburg und Groningen das Thema der Wissenschaftskommunikation (Stadt der Wissenschaft, City of Talent) eine herausragende Rolle und bietet hervorragende Möglichkeiten für die weitere Vernetzung. Mit der internationalen „Hanse-Law-School“ gibt es ein Erfolgsbeispiel der trilateralen Kooperation im Bereich der wissenschaftlichen Ausbildung, das über die Region hinaus anerkannt ist. Seit dem Wintersemester 2002/03 gestalten die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, die Reichsuniversität Groningen und die Universität Bremen gemeinsam dieses rechtswissenschaftliche Studienprogramm. Im Bereich Energie arbeiten die drei Städte im EU-Projekt ‚Build with CaRe‘ zum Thema energiesparendes Bauen mit anderen Partnern aus dem Nordseeraum zusammen. Das Projekt ist für den Zeitraum 2008 bis 2011 angelegt. Darüber hinaus haben alle drei Städte die Bedeutung der Kreativwirtschaft für die Stadtentwicklung erkannt und wollen ihre bisherigen Aktivitäten in das beantragte EU-Projekt ‚Creative City Challenge‘ einbringen. Das Groninger Konzept der Vensterschool/‚Fensterschule’, mit dem die Stadtteilarbeit in das Thema Schulbildung einbezogen wird, stößt sowohl in Bremen als auch in Oldenburg auf großes Interesse. Ein Konzept für die Umsetzung in Oldenburg und Bremen könnte hierzu entwickelt werden.

Städte-Trio: Gemeinsame Darstellung nach außen geplant

Der Kooperationsvertrag öffnet auch weitere Türen: Durch die vielseitigen europäischen und internationalen Kontakte der drei Städte könnten alle drei von ihren jeweiligen Partnern profitieren. Zudem besteht die Möglichkeit, sich bei internationalen Kontakten vor dem Hintergrund des Städteverbunds als größere Region mit entsprechendem Potenzial darzustellen.

(Redaktion)


 


 

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