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Oldenburg

China-Initiative auf breiteres Fundament gestellt

Oldenburger Delegation kehrt mit vielen Eindrücken und Ergebnissen aus China zurück

Zwanzig Vertreter Oldenburger Bildungs- und Forschungseinrichtungen, der Wirtschaft, Politik sowie Stadtverwaltung kehrten jetzt von einer 8-tägigen Delegationsreise aus China zurück. „Neben Peking haben wir mit Xi'an und Qingdao die beiden Städte besucht, mit denen Oldenburg aufgrund eines Ratsbeschlusses aus dem Jahr 2015 die Zusammenarbeit intensivieren will. Beide Städte haben bei den Besuchen gezeigt, dass auch dort der Wunsch nach breit aufgestellten Kontakten besteht. Die Zusammensetzung der Oldenburger Delegation hat hier erste vielversprechende Schritte möglich gemacht“, bilanziert Oberbürgermeister Jürgen Krogmann die Reise.

In Qingdao standen zwei wichtige Kooperationen im Fokus: Im Sino German Ecopark (SGEP), einem 7-Milliarden Euro-Projekt mit der Unterstützung der deutschen und chinesischen Regierungen, wurde ein Repräsentanzbüro der Stadt Oldenburg und eine Ausstellung über die Huntestadt feierlich eröffnet. „Die Eröffnungszeremonie der Oldenburg-Ausstellung war für mich der Höhepunkt der Reise“, so Oberbürgermeister Krogmann. „Der Sino German Ecopark hat bewiesen, mit welchem Engagement die Zusammenarbeit angegangen wird. Das bietet den Oldenburger Unternehmen und Institutionen meiner Meinung nach große Chancen.“ Mit dem SGEP wurde eine Vereinbarung unterzeichnet, die eine vertiefte Zusammenarbeit in den nächsten Jahren gewährleisten soll. Der SGEP verfügt bis in die Spitze des Managements über umfangreiche Deutschland-Kenntnisse, was die Zusammenarbeit erheblich vereinfacht. Im Repräsentanzbüro steht nun auch eine deutschsprachige Mitarbeiterin vor Ort für Oldenburger Belange zur Verfügung.

Eine weitere Vereinbarung unterzeichnete der Präsident der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper, mit der Ocean University of China in Qingdao. „Die Ocean University verfügt ebenso wie die Universität Oldenburg über ein hohes Renommee in der Meeresforschung. Ich bin sicher, dass die jetzt vereinbarte Kooperation in Forschung und Lehre ein Gewinn für beide Seiten sein wird“, so Piper. Für die Zukunft sind sowohl gemeinsame Forschungsprojekte als auch der Austausch von Studierenden und Lehrenden geplant.

Im Innovationspark Qingdao zeigte sich ein Unternehmen, das in China IT-Produkte entwickelt und vermarktet an Kontakten für einen Markteintritt in Deutschland sehr interessiert. Hier wurden weitere Gespräche mit der Stadt Oldenburg und dem Technologie- und Gründerzentrum Oldenburg (TGO) vereinbart. 

In Xi'an wurde sehr deutlich, mit welcher Geschwindigkeit chinesische Städte wachsen und welches Potential China hat. Hier wurden Gespräche unter anderem mit einem Gründerzentrum und der Universität Xi'an geführt. Die Vertreter des OFFIS und des TGO konnten neue Ideen mit nach Oldenburg nehmen. „In China gibt es ganz andere Maßstäbe, aber genau das ist sehr interessant für uns“, so OFFIS-Geschäftsführer Dr. Holger Peinemann.

Die Vertreter des Oldenburger Stadtrates wurden von Vertretern des Volkskongresses und der Politischen Konsultation empfangen und tauschten sich über die politischen Systeme beider Staaten aus. Der Oberbürgermeister der 8-Millionen-Stadt Xi'an empfing die gesamte Delegation und machte in seiner Rede deutlich, dass auch er sich wünscht, die Kontakte zwischen Oldenburg und Xi'an zu vertiefen. Das Alte Gymnasium Oldenburg pflegt bereits einen langjährigen aktiven Schüleraustausch mit Xi'an.

Die Vertreter des Bundestechnologiezentrums für Elektro- und Informationstechnik (bfe) , der Hansa-Gruppe, der Akademie für Pflegeberufe und Management und der Firma Lehei intensivierten in zahlreichen Gesprächen mit Bildungseinrichtungen bestehende und neue Kontakte und führten erste Verhandlungen. BFE-Direktor Thorsten Janßen: „Die Oldenburger Delegationsreise hat uns Türen zum größten Bildungsmarkt der Welt geöffnet, die ein einzelnes Unternehmen nicht hätte öffnen können.“ Das bestätigt auch Landschaftsarchitekt Oliver Kilian, der schon einige Projekte in China realisiert hat und im Rahmen dieser Reise neue interessante Gespräche führen konnte. Klinikdirektor PD Dr. med. Dr. med. dent. Lei Li und Dr. Constanze Kathan-Selck (Internationale Beziehungen) vom Oldenburger Klinikum trafen erst in Qingdao zur Delegation, wo neue Kontakte geknüpft wurden und reisten anschließend noch zu der Partnerklinik in Dalian. 

In der chinesischen Hauptstadt Peking informierte sich die Gruppe zu Beginn der Reise bei der Deutschen Botschaft, dem Goethe-Institut und dem German Center Beijing über zentrale Themen der wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen für deutsch-chinesische Zusammenarbeit. Außerdem wurde die BN Vocational School besucht. Diese durch Spenden finanzierte Schule bietet jungen Menschen berufliche Perspektiven, die sie aus eigener Kraft nicht hätten.

(Redaktion)


 


 

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