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Oldenburg

EWE senkt Preise für Erdgas und Strom

Erdgaskunde spart durchschnittlich 46 Euro im Jahr – kaum Änderung beim Strompreis

Der Oldenburger Energieversorger EWE wird zum Jahresbeginn für seine Erdgaskunden und für viele seiner Stromkunden die Preise senken.

Erdgaspreise sinken

Nach drei Wintern in Folge, in denen EWE den Preis stabil halten konnte, zahlen EWE-Erdgaskunden ab dem kommenden Jahr deutlich weniger. Der Preis pro Kilowattstunde sinkt um brutto 0,23 Cent. Dadurch spart ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden pro Jahr etwa 46 Euro. Dazu Sebastian Jurczyk, Geschäftsführer EWE Vertrieb: „Die Preissenkung ist möglich, obwohl die Netzentgelte um rund sieben Prozent gestiegen sind. Die Mehrkosten können wir durch eine günstigeren Einkauf mehr als kompensieren.“ Netzentgelte zahlen Energieversorger an Netzbetreiber, wenn sie Erdgas oder Strom durch deren Netze leiten.

Strompreise bleiben nahezu konstant

Trotz deutlich steigender staatlicher Umlagen und höherer Netzentgelte zahlen EWE-Stromkunden zukünftig pro Kilowattstunde brutto rund 0,92 Cent weniger (Arbeitspreis). Da aber gleichzeitig der Grundpreis im Monat um brutto 2,48 Euro steigt, bleiben die Stromkosten für den Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden annähernd gleich – sie sinken im Jahr um 2,45 Euro. Für Kunden, die pro Jahr weniger als 3.200 Kilowattstunden verbrauchen, führt der höhere Grundpreis dazu, dass für diese Kundengruppe die Stromrechnung geringfügig höher ausfällt.

Sebastian Jurczyk erklärt: „Durch die sinkenden Strompreise an der Börse können wir günstiger einkaufen und dadurch die Mehrbelastungen zu einem großen Teil abfedern. Daher können wir den Arbeitspreis – also den Preis pro Kilowattstunde Strom – senken.“ Der niedrigere Einkaufspreis reicht jedoch nicht aus, um Strom für alle Kundengruppen gleichermaßen günstiger zu machen. Denn neben den Umlagen steigen eben auch die Netzentgelte. Insbesondere deren Fixkostenanteil ist hier stark gestiegen und infolge dessen auch die Grundgebühr. Dies hat zur Folge, dass auch EWE seinen Grundpreis erhöhen muss.

„Wir sind sehr froh, dass wir es – im Gegensatz zu vielen anderen Versorgern – möglich machen können, den Strompreis für eine große Zahl unserer Kunden sogar leicht zu senken. Aufgrund der insgesamt deutlich steigenden staatlich veranlassten Umlagen und des Anstiegs der regulierten Netzentgelte ist dies keine Selbstverständlichkeit“, betont Jurczyk. Allein die Umlage zum Ausbau der erneuerbaren Energien (EEG-Umlage) steigt um knapp drei Prozent und befindet sich damit auf Rekordhoch.

Kostentreiber Netzentgelte

EWE hat auf die Energiepreise nur wenig Einfluss. Steuern, Abgaben und Umlagen sowie regulierte Netzentgelte machen einen Großteil des Preises aus und bestimmen seine Entwicklung. Die gestiegenen Netzentgelte sind aktuell ein wesentlicher Kostentreiber und werden dies auch absehbar in der Zukunft sein.

Eine maßgebliche Ursache dafür ist, dass aufgrund des starken Wachstums der erneuerbaren Energien die Verteilernetze massiv um- und ausgebaut werden müssen.

(Redaktion)


 


 

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