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Oldenburg

Genossenschaften bilden stabilen Kern der mittelständischen Wirtschaftsstruktur

Stephan Weil auf dem Verbandstag des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems


Zahlreiche Vertreter der rund 300 genossenschaftlichen Mitgliedsunternehmen sowie Gäste aus Politik und Wirtschaft nahmen an dem Verbandstag des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems (GVWE) am 7. September in den Weser-Ems Hallen teil. Den Gastvortrag „Was einer nicht schafft, das schaffen viele – aktuelle Bedeutung von Genossenschaften“ hielt Ministerpräsident Stephan Weil.

Durch den Verbandstag führte der Verbandsratsvorsitzende Ralph Zollenkopf. Die Grußworte sprachen der Präsident der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper und der Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen Gerhard Schwetje.

Die Ergebnisse der Geschäftsentwicklungen der dem GVWE angehörenden Genossenschaften und genossenschaftlichen Unternehmen präsentierte Verbandsdirektor Johannes Freundlieb. Er betonte, dass die dem GVWE angehörenden Unternehmen mit ihrem engagierten Einsatz wieder wesentlich dazu beigetragen haben, dass die Region Weser-Ems sich stabil und wachstumsorientiert weiterentwickelt habe – trotz eines wirtschaftlich zunehmend herausfordernden Umfeldes.

Entwicklung der Genossenschaftsbanken

Die dem GVWE angehörenden 60 Genossenschaftsbanken haben ihre Marktposition auch in 2015 weiter ausgebaut. „Die Volksbanken und Raiffeisenbanken agieren mit ihrem der Realwirtschaft dienenden Geschäftsmodell vorbildlich in der Region für die Region und sind für ihre Kunden und Mitglieder stets gut erreichbar. Diese – auch physische – Nähe und das rundum solide Wirtschaften wird von den Marktteilnehmern anerkannt und spiegelt sich in den Geschäftsergebnissen wider“, so Freundlieb.

Das Kreditwachstum in Höhe von 5,2 Prozent auf 18,3 Mrd. Euro zum 31.12.2015 (Vorjahr: 17,0 Mrd. Euro), die Zunahme im Einlagengeschäft um 4,9 Prozent auf 15,8 Mrd. Euro (Vorjahr: 14,7 Mrd. Euro) und der Anstieg des addierten Bilanzvolumens um ebenfalls 4,9 Prozent auf 24,5 Mrd. Euro (Vorjahr: 22,9 Mrd. Euro) seien sehr erfreulich angesichts des zunehmenden Margen- und Kostendrucks. Zusätzlich vermittelten die Genossenschaftsbanken in 2015 ein Kreditvolumen in Höhe von annähernd 5 Mrd. Euro (plus 12,3 Prozent) an Verbundunternehmen der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken; dort angelegt wurden von den Mitgliedern und Kunden der Genossenschaftsbanken weitere fast 7 Mrd. Euro (plus 5,0 Prozent).

Das Betriebsergebnis vor Bewertung in Höhe von 1,09 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr (1,13 Prozent) niedriger ausgefallen, ist im Bundesvergleich aber wieder ein Spitzenwert. Nach Verrechnung des Bewertungsergebnisses aus dem eigenen Wertpapierbestand und aus den Kundenforderungen konnten die dem GVWE angehörenden Genossenschaftsbanken die insgesamt gute Eigenkapitalausstattung und Risikovorsorge weiter stärken und an die Mitglieder eine attraktive Dividende auf die Geschäftsguthaben zahlen.

Im ersten Halbjahr 2016 haben sich das Kreditgeschäft mit einem Zuwachs in Höhe von 2,2 Prozent auf 19,1 Mrd. Euro, das Einlagengeschäft mit einem Zuwachs von 1,4 Prozent auf 16 Mrd. Euro und die addierte Bilanzsumme mit einem Zuwachs in Höhe von ebenfalls 1,4 Prozent auf 24,9 Mrd. Euro positiv weiterentwickelt. Für das gesamte laufende Geschäftsjahr erwartet Verbandsdirektor Freundlieb auf Basis der ausgewerteten Ertragsvorschaurechnungen ein weiter rückläufiges Betriebsergebnis.

„Bei aller berechtigten Anerkennung über das Erreichte stellen sich auch unseren Mitgliedsbanken beachtliche Herausforderungen. Wir haben es mit einer Marktsituation zu tun, wie es sie so noch nie gab“, so Freundlieb: Der Mix aus Niedrigzinsen, die wohl auch noch länger so bleiben werden und sich zunehmend „in die Ertragslage hineinfressen“, eine Regulatorik, die immer stärker strangulierend wirkt und ebenfalls den Kostendruck erhöht, die Digitalisierung, die erhebliche Investitionen erfordert, sowie der demografischer Wandel, der innerbetrieblich und im Markt wirkt.

Was die ultraniedrigen Zinsen betrifft, so mangelt es nicht an Hinweisen besonders von Geldpolitikern, die zugleich Bankenaufseher sind, die Banken mögen ihre Abhängigkeit von den Zinserträgen verringern. So plausibel und wohlmeinend das auf der einen Seite klingen mag, so Freundlieb, auf der anderen Seite klingt das für viele so, als ob der Brandstifter Ratschläge zum Brandschutz erteilt, wie der FAZ-Redakteur Markus Frühauf Anfang Juli dieses Jahres in einem Artikel zur Doppelrolle der EZB und dem damit verbundenen grundlegenden Interessenkonflikt schreibt.

„Schuldenmachen belohnen und Sparen bestrafen – als länger andauerndes Phänomen halte ich die Quasi-Abschaffung der Steuerungsfunktion des Zinses für einen ökonomischen Irrweg“, betonte Freundlieb. Und je länger dieser Irrweg weiter verfolgt wird, desto fataler drohen die Folgen zu werden. Null- oder gar Negativzinsen und die quantitative Lockerung durch Anleihekäufe in großem Stil sind eine Politik mit enormen Risiken, jedenfalls dann, wenn sie über Phasen akuter Notfälle hinaus Bestand haben und dadurch quasi zu einem länger andauernden Normalfall zu drohen werden.

Der GVWE sagt „Ja!“ zu sinnvoller Regulierung, spricht sich aber entschieden gegen gleichmachende Regulierung aus, die lediglich um ihrer selbst willen betrieben wird. Denn was für große, systemrelevante Banken aus regulatorischer Sicht zwingend erscheint, verursacht, wenn es eins zu eins auf kleine, überwiegend regional tätige Banken wie Genossenschaftsbanken übertragen wird, nachweislich unangemessene negative Effekte und häufig irreversible Strukturveränderungen – ohne die Finanzmarktstabilität oder den Gläubigerschutz zu befördern. „Aus diesem Grund lehnen wir es ebenfalls nach wie vor ab, ein bestens funktionierendes System wie unsere genossenschaftliche Einlagensicherung zu `vergemeinschaften`. Allerdings nehmen wir auch erfreut zur Kenntnis, dass bei einigen politischen Entscheidungsträgern das Bewusstsein für Defizite bei der europäischen Regulierung gewachsen ist“, so Freundlieb abschließend zum Thema Regulierung.

Genossenschaftsbanken betreten zunehmend auch die digitalen Erlebniswelten ihrer Mitglieder und Kunden. Bei aller gebotenen Dringlichkeit und Intensität, sich der digitalen und Omnikanal-Bankenwelt zu widmen, sensibilisierte Freundlieb die anwesenden Vorstände der dem GVWE angehörenden Genossenschaftsbanken auf dem Verbandstag dafür, sich nicht gemeinsam in eine Richtung treiben zu lassen, die den Kundenbedürfnissen und den Mitarbeiterbedürfnissen zuwiderlaufe. So könnte Digitalisierung zum Beispiel eine „Computer-Beratung auf Knopfdruck“ begünstigen, die zwar für spezielle Zielgruppen angemessen sein mag und regulatorisch sicher ist, nicht aber flächendeckend im Interesse einer verantwortungsvollen und auf die individuellen Belange des Kunden ausgerichteten Beratung ist. „Auch bei diesem Thema ist unsere Bankengruppe gut beraten, eng bei seinen Kunden und deren Wünschen und Bedarf zu sein. Wir müssen und werden im Verbund weiter gemeinsam überlegen, wie wir unsere Digitalisierung weiter vorantreiben“, so der Verbandsdirektor.

In Bezug auf die demografischen Veränderungen betonte Freundlieb, dass Genossenschaftsbanken – wie alle anderen Unternehmen auch – auch künftig eine fitte und hochqualifizierte Mannschaft benötigen. Ein bedarfsgerechtes Konzept zum Personalmanagement sei deshalb wesentlicher strategischer Baustein für jedes genossenschaftliche Unternehmen.

Entwicklung in der Agrarbranche

Gerade die für Weser-Ems so bedeutende Agrarbranche verharrt im absoluten Stimmungstief. Nach einer Mittelstandumfrage der DZ BANK und des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken bewertet keine andere Branche ihre Aussichten so schlecht wie die Agrarwirtschaft. 53 Prozent der Branchenvertreter bezeichnen ihre aktuelle Lage als schlecht und rund ein Drittel der Befragten sieht noch einen weiteren Abwärtstrend.

Die Ländlichen Genossenschaften behaupteten sich in 2015 im Wettbewerb. Allerdings stellte auch der Einfluss der Weltmärkte auf die hiesigen Erzeugerpreise die Genossenschaften und ihre Mitgliedsbetriebe vor eben solche großen Herausforderungen. So trafen weltweit gute Ernten und hohe Produktionsmengen auf eine eher verhaltene oder rückläufige Nachfrage. Wichtige Märkte wie Russland und der asiatische Raum waren auch in 2015 nicht oder nur eingeschränkt zugänglich. Dies spüren nach wie vor besonders die Betriebe in den exportorientierten Sparten. „Eine kurzfristige Besserung ist nicht absehbar. Die Situation bleibt angespannt. Wir brauchen eine Agrarpolitik, die die Existenzsicherung der Ländlichen Genossenschaften im Blick hat und dabei unterstützt, Märkte wieder zu öffnen und zu erschließen“, forderte Freundlieb.

Die 35 Warengenossenschaften und -gesellschaften erzielten in 2015 einen Umsatz von annähernd 1,6 Mrd. Euro (minus 3 Prozent, Vorjahr: 1,7 Mrd. Euro), darunter allein fast 900 Mio. Euro mit Futtermitteln. Die Umschlagsmenge bewegte sich dabei mit gut 4,6 Mio. Tonnen um 5 Prozent über der Menge des Vorjahres (Vorjahr: 4,4 Mio. Tonnen). Es wurde ein Betriebsergebnis in Höhe von 1,07 Prozent des Umsatzes erzielt. „Die Eigenkapitalausstattung liegt bei über 50 Prozent und ist damit sehr gut“, so Freundlieb. Doch die Warengenossenschaften und -gesellschaften befinden sich in einem sehr schwierigen Jahr. Sie gehen von einem deutlich geringeren Ergebnis in 2016 aus. Auch der Düngemittelabsatz bleibt bei vielen Genossenschaften hinter dem des Vorjahres zurück. Die Gründe hierfür sind gesetzliche Anforderungen, aber auch ein feuchtes Frühjahr. In einigen Regionen, besonders dort, wo hohe Bestände an Milchvieh bestehen, gehen die betroffenen Warengenossenschaften von Forderungsausfällen und auch von deutlichen Verlängerungen von Zahlungszielen ihrer Kunden aus.

In 2015 waren 21 Genossenschaften und Gesellschaften in der Vieherfassung und in Einzelfällen in der Fleischvermarktung tätig. Zu den Viehvermarktungsgenossenschaften zählen auch drei dem GVWE angehörende Herdbuchgenossenschaften sowie eine Warengenossenschaft und eine Genossenschaftsbank, die im Viehgeschäft tätig ist. 7,6 Mio. Tiere (minus 3,8 Prozent, Vorjahr: 7,9 Mio. Tiere) wurden 2015 von diesen Genossenschaften in Weser-Ems vermarktet und damit ein Umsatz von 1,0 Mrd. Euro erzielt (Vorjahr: 1,1 Mrd. Euro). Als Betriebsergebnis wurden 0,31 Prozent vom Umsatz erzielt. Die Eigenkapitalausstattung ist mit etwa 54 Prozent ebenfalls als sehr gut zu bezeichnen.

Bei Vieh und Fleisch gab es in 2015 unterschiedliche Bewegungen. Während in der Schweinehaltung die Produktion stieg und die Preise sanken, stiegen die Preise für Rindfleisch. In 2016 zeigen sich bei einigen Viehvermarktungsgenossenschaften rückläufige Viehzahlen, die zum Teil durch Aufgabe von Erzeugerbetrieben verursacht sind. Bei den Erzeugern wird vermehrt wahrgenommen, dass auch bisher gut gehende Betriebe aufhören, weil ihre Arbeit nicht mehr den finanziellen Erfolg und erst recht nicht mehr die Anerkennung aus der Öffentlichkeit einbringt, die ihr eigentlich gebührt. „Dennoch bringt sich die Vieh- und Fleischwirtschaft weiterhin intensiv in die gesellschaftliche Debatte um moderne Nutztierhaltung ein. Im Mittelpunkt stehen Lösungsstrategien, wie die Initiative Tierwohl und deren Finanzierung“, lobte Freundlieb das Engagement aller Beteiligten. Aus dem GVWE-Fachausschuss heraus wurde aufgrund der gesellschaftlichen Tierschutzdebatte die Arbeitsgruppe „Ethik in der Tiervermarktung“ gegründet. Weiterhin wurde aktiv an einer niedersächsischen Initiative „gegen die Schlachtung gravieder, das heißt tragender Rinder mitgearbeitet“, die der GVWE stellvertretend für die dem GVWE angehörenden Viehvermarktungsgenossenschaften unterschrieben hat. „Unsere Viehvermarktungsgenossenschaften bringen sich – wie dargestellt - intensiv in die gesellschaftliche Debatte um die moderne Nutztierhaltung ein. Sie erwarten mit Recht aber auch, dass längerfristige Lösungen zum Beispiel durch die Verbesserung politischer Rahmenbedingungen und durch die Aufhebung veterinärrechtlicher Handelsbeschränkungen von der Politik aktiv unterstützt werden, damit die Marktchancen der Branche sich deutlich verbessern“, so Freundlieb abschließend zu dem Bericht über die Entwicklung der in der Viehbranche tätigen Genossenschaften und Gesellschaften.

Dem GVWE gehören 2 Molkereigenossenschaften, die Milchprodukte produzieren, und 5 Liefergenossenschaften an. Bei den beiden produzierenden Genossenschaften handelt sich um das zweitgrößte und das fünftgrößte Milch verarbeitende Unternehmen in Deutschland. Beide sind sowohl national als auch international in der Milchverarbeitung tätig und erzielten einen Umsatz von 5,3 Mrd. Euro (Vorjahr: 6,1 Mrd. Euro). Dafür wurden 8,8 Mrd. kg Milch (Vorjahr: 8,4 Mrd. kg Milch) verarbeitet.

Das unternehmerische Ziel der Molkereien ist darauf ausgerichtet, die von ihren Mitgliedsbetrieben aufgenommene Milch in leistungsfähigen und effizienten Unternehmenseinheiten weitestgehend über ertragreiche und zukunftssichere Märkte zu verwerten. Dabei stellen sie sich den immer größer werdenden Herausforderungen auf dem global vernetzten Milchmarkt, den sich stetig wandelnden Verbraucherwünschen und -gewohnheiten sowie den veränderten politischen Rahmenbedingungen, um eine bestmögliche Verwertung zu erreichen.

Der Milchmarkt war 2015 geprägt von einer anhaltenden Schwäche und einem massiven Preisverfall. Die schwere Krise hält auch in 2016 an. Das hohe Angebot trifft auf eine global niedrige Nachfrage. Aufgrund der gesunkenen Markterlöse mussten auch die Milcherzeuger weiter fallende Auszahlungspreise hinnehmen. In Niedersachsen bewegte sich der durchschnittliche Milchauszahlungspreis für 2015 mit 27,8 Cent pro Kilogramm um rund ein Viertel unter dem Vorjahr und erreichte damit für viele Erzeuger ein existenzbedrohendes Niveau. „Preise, wie schon beobachtbar war, gar von unter 20 Cent pro Kilogramm Milch sind erst recht nicht ausreichend für die landwirtschaftlichen Betriebe“, so Freundlieb. Die Marktstruktur im Lebensmitteleinzelhandel verschärfte die Situation der Molkereien und damit der Landwirte noch mehr. Aus diesem Grund ist der GVWE allen Einladungen der Politik zu einschlägigen Anhörungen gefolgt und hat sich inhaltlich eingebracht. Dabei forderte der GVWE, dass die auf verschiedenen Milchgipfeln und im Niedersächsischen Landtag diskutierten Maßnahmen wie zum Beispiel Liquiditätshilfen schnell und in hinreichendem Umfang umgesetzt werden müssen, damit den landwirtschaftlichen Betrieben kurzfristig geholfen wird und diese Hilfen nicht zu spät kommen. Zugleich muss von der Politik an verbesserten Marktchancen und Exportmöglichkeiten gearbeitet werden. „Wir als Verband unterstützen jedenfalls Initiativen und Hilfestellungen für grundsätzlich zukunftsfähige Betriebe, denen durch die aktuelle Marktlage auf unangemessener Art und Weise die Existenzgrundlage entzogen zu werden droht“, versprach Freundlieb und verwies auf eine Fachtagung mit dem Titel „Schwierige Zeiten meistern, Wege für Familie und Betrieb“, die der GVWE gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, der Arbeitsgemeinschaft der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Weser-Ems und mit Einbindung der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer durchgeführt hat.

Energiegenossenschaften

Von den 69 Energiegenossenschaften in Weser-Ems, die sich zumeist auf einzelne Geschäftsfelder konzentrieren, betreiben 9 Genossenschaften eigene Windenergieanlagen, versorgen 4 Genossenschaften ihre Mitglieder mit Strom und Gas, beliefern 11 Genossenschaften ihre Mitglieder über eigene Netze mit Nahwärme und produzieren 33 Genossenschaften mit Photovoltaikanlagen regenerativen Strom. Weitere Genossenschaften sind in anderen Bereichen der regenerativen Energie tätig wie beispielsweise Biogas oder Energieberatung. Insgesamt werden von den Unternehmen der GVWE-Dienstleistungsgruppe weitere 56 Unternehmen anderer Rechtsformen und damit insgesamt 125 Mandanten im Energiesektor betreut. „Bei den Energiegenossenschaften verzeichnen wir mittlerweile über 14.000 Mitglieder, und wir sehen weiteres Potenzial für die Gründung regionaler Energiegenossenschaften“, so Freundlieb.

Weitere Genossenschaften und Gesellschaften

Dem GVWE gehören neben den zuvor genannten Unternehmen mehr als 40 weitere Genossenschaften an. Hierzu gehören unter anderem zwei große Obst-, Gemüse- und Blumenvermarktungsgenossenschaften. In der Obst- und Gemüsevermarktung konnten in 2015 die Umschlagsmengen leicht ausgeweitet und – bei einer insgesamt zufrieden stellenden Entwicklung der Marktpreise – auch die Umsatzerlöse gesteigert werden, wobei in einzelnen Produktgruppen durchaus unterschiedliche Entwicklungen hinzunehmen waren. In der Blumen- und Pflanzenvermarktung waren bei schwierigen Witterungsverhältnissen zu Beginn des Geschäftsjahres Mengen- und Umsatzeinbußen aufgrund rückläufiger Nachfrage hinzunehmen, die im weiteren Verlauf des Jahres nicht mehr im vollen Umfang aufgeholt werden konnten. Weiterhin gehören noch 3 Fischereigenossenschaften, 7 Ärztegenossenschaften sowie 30 Genossenschaften aus verschiedensten Bereichen wie Soziales und Kultur dem GVWE an.

Bei den nicht genossenschaftlichen Mitgliedern des GVWE handelt es sich um 39 Gesellschaften, insbesondere mit Waren- und Dienstleistungsumsätzen zu den dem GVWE angehörenden Mitgliedsunternehmen, darunter 10 Immobiliengesellschaften, 8 Betreibergesellschaften im genossenschaftlichen Warengeschäft, 9 Windparkgesellschaften und 2 Pferdezuchtgesellschaften.

(Redaktion)


 


 

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