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IHK: Griechenland-Krise bislang ohne Auswirkungen im Oldenburger Land Konjunkturelle Erholung setzt sich fort – Ausblick etwas skeptischer

„Die Krise in Griechenland ist bislang weitgehend spurlos an der regionalen Wirtschaft vorbeigegangen. Die konjunkturelle Erholung hat sich im zweiten Quartal sogar 2015 fortgesetzt“, beschreibt Dr. Joachim Peters, Hauptgeschäftsführer der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK), die aktuelle wirtschaftliche Lage im Oldenburger Land.

Das Handelsvolumen mit Griechenland gering

Das Handelsvolumen mit Griechenland sei zu gering, um reale Änderungen zu spüren. Über 87 Prozent der Befragten bewerten die momentane Situation als gut oder befriedigend. Das ist das Ergebnis der jüngsten Konjunkturumfrage der IHK. Die Region bleibe damit auf Kurs, so Peters.

Vor allem das Transport- und Logistikgewerbe berichtet über gut laufende Geschäfte im zweiten Quartal. Hier konnten höhere Preise für Logistikdienstleistungen durchgesetzt werden. Industrie, Bau- sowie Dienstleistungsgewerbe sind ebenfalls mit dem Verlauf zufrieden. Etwas skeptischer als im Vorquartal bewerten die Einzelhändler die aktuelle Lage, sie sind jedoch insgesamt zufrieden. Deutlich nachgelassen hat die Stimmung dagegen im Großhandel: Hier halten sich die „Gut“- und „Schlecht“-Meldungen etwa die Waage.

15 Prozent rechnen mit ungünstigem Verlauf in den nächsten Monaten

„Völlig unbeeindruckt zeigen sich die regionalen Unternehmen von der aktuellen Diskussion um den Verbleib Griechenlands in der Eurozone indes nicht“, erklärt der IHK-Hauptgeschäftsführer. Die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung werde etwas vorsichtiger beurteilt als noch im Vorquartal: Jedes fünfte Unternehmen geht von einer eher günstigen Entwicklung aus, zuvor war es noch jeder vierte Betrieb. Aktuell rechnen 15 Prozent mit einem ungünstigen Verlauf in den nächsten Monaten. Neben Griechenland dürfte auch der deutliche Aktienkursverfall in China, der die Unsicherheit über dasweitere Wachstum ausdrückt, für die etwas skeptischere Erwartung eine Rolle gespielt haben. Die IHK-Konjunkturklimaindex, der sich aus der aktuellen und zukünftigen Beurteilung ergibt, bleibt mit 113,3 Punkten nahezu konstant gegenüber dem Vorquartal (113,2 Punkte).

Industrie und Dienstleistungsgewerbe wollen investieren

 „Die Investitionsplanungen bleiben aufwärts gerichtet“, so Peters. Dies sei jedoch nur auf die Industrie, die deutlich mehr investieren will, und auf das Dienstleistungsgewerbe zurückzuführen. Die anderen Branchen zeigten sich zurückhaltender. Ein echter Durchbruch sei das nicht, so der IHK-Hauptgeschäftsführer. Die Beschäftigungssituation bleibt laut den Planungen der Unternehmen positiv. Vor allem das Verkehrs- und das Baugewerbe wollen mehr Personal einstellen.

(Redaktion)


 


 

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