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IHK-Saisonumfrage Tourismus: Wo Fachkräfte fehlen, bleibt Wachstum aus

Die Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe aus dem Oldenburger Land melden gute Geschäfte im Winter 2017/2018. Der Blick in die Zukunft wird jedoch durch fehlendes Personal und steigende Arbeitskosten leicht getrübt

Dies ergibt die jüngste Saisonumfrage Tourismus der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK).

Trotz der guten Wintersaison ist die Stimmung der Branche nach den Rekordwerten aus dem Vorjahreswinter etwas zurückhaltender: Der Saldo aus positiven und negativen Antworten geht gegenüber dem Vorjahr um rund 17 Punkte zurück.

„Rekordbeschäftigung und ungetrübtes Konsumklima gleichen die sonst üblichen saisonalen Schwankungen im Gastgewerbe aus. Mit der guten Konjunktur kommen deutlich mehr Geschäftsreisende ins Oldenburger Land. Der steigende Umsatz mit Geschäftsreisenden ist ein Beleg dafür. Ein Dauerthema sind fehlende Arbeitskräfte. Auf diese Frage hat die Branche noch keine Antwort gefunden“, so Carola Havekost, für Tourismus zuständige Geschäftsführerin bei der IHK.

Den Fachkräftemangel bewerten etwa 81 Prozent der befragten Betriebe aus dem Oldenburger Land als größtes Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung. Weitere Hemmnisse sind der Anstieg sowohl der Arbeitskosten (knapp 52 Prozent) als auch der Lebensmittel- und Rohstoffpreise (rund 33 Prozent).

Für den Sommer 2018 erwarten 24 Prozent der Unternehmen eine bessere zukünftige Geschäftslage, nur etwa 9 Prozent dagegen eine ungünstigere Entwicklung (Saldo: plus 15 Punkte). Damit sind die Betriebe weniger optimistisch als noch vor einem Jahr.

„Durch die zu erwartenden wirtschaftlichen Risiken fühlt sich besonders die Gastronomie Handlungsdruck ausgesetzt: Etwa 41 Prozent der Gastronomen werden laut Umfrage deshalb die Preise anheben. Die Branche stellt sich gleichzeitig weiter dem Wettbewerb. Rund 76 Prozent der befragten Betriebe planen mit gleichbleibenden oder zunehmenden Investitionen“, so Havekost.

Der Großteil beabsichtigt, die Investitionen für Modernisierungen einzusetzen. Weitere Motive für Investitionen sind Produktinnovationen, Umweltschutz und Kapazitätserweiterungen. Rund jedes fünfte Unternehmen aus dem Gastgewerbe gibt an, dass dabei keine Fremdfinanzierung benötigt werde. Von den Betrieben hingegen, die auf eine solche Finanzierung setzen, bewerten fast zwei Drittel den Zugang dazu als „gut“ oder „befriedigend“.

Das insgesamt positive Ergebnis im Tourismus spiegelt der IHK-Konjunkturklimaindex für das Gastgewerbe wider. Er setzt sich aus der Einschätzung der gegenwärtigen und der zukünftigen Geschäftslage zusammen. Der Indexwert sinkt von 149,6 im Vorjahreszeitraum auf 129,3 Punkte.

(Redaktion)


 


 

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