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Oldenburg

LzO erzielt zufriedenstellendes Jahresergebnis

- Wohnungsbau beflügelt Kreditgeschäft - Trend zur Anlage in Wertpapieren hält an - Bis zu 40.000 Anrufe im neuen KundenServiceCenter -SLZODE22 - Erstmals eigene BIC/SWIFT- Adresse

Die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) hat angesichts der schwierigen kreditwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Jahr 2015 einen zufriedenstellenden Abschluss vorgelegt.

Gerhard Fiand, Vorsitzender des Vorstandes der LzO, sagte bei der Vorlage der vorläufigen Bilanzzahlen: „Die andauernde Niedrig-Zinsphase, die durch die lasche Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) entstanden ist, und der ungebrochene Regulierungsdruck durch immer neue Vorgaben bilden sehr schwierige Rahmen-bedingungen. Vor diesem Hintergrund könne man mit dem Erreichten durchaus zufrieden sein.“

Er warnte vor den absehbaren Folgen der weiteren Vergemeinschaftung der Einlagen-Sicherungssysteme in Europa. „Wenn man sich aus fremden Töpfen bedienen kann, so setzt das falsche Anreize. Wer Risiken eingeht, muss auch selbst dafür haften“, so der LzO-Vorstandsvorsitzende.

Im 229. Geschäftsjahr sind die Einlagenbestände der Kunden um 168 Millionen Euro oder 2,6 % auf 6,56 Milliarden Euro angewachsen (Vorjahr +3,6 %). Bei den Ausleihungen gab es ein intensives Neugeschäft, so dass der Bestand um 251 Millionen Euro oder 3,8 % auf 6,91 Milliarden Euro gestiegen ist (Vorjahr: ./. 1,1 %). Neue Bestmarken wurden im Leasinggeschäft, beim Absatz von Wertpapieren und beim Bausparen erzielt.

Der Jahresüberschuss von unverändert 20 Millionen Euro wird für die Stärkung der Eigenkapitalbasis verwendet. Gerhard Fiand: „Wir wollen auch in Zukunft im Kundengeschäft weiter wachsen. Diese Zuführungen sind erforderlich, damit wir unseren Kunden auch künftig für Finanzierungen, z.B. für den Wohnungsbau oder bei betrieblichen Investitionen, zur Verfügung stehen können.“

Die LzO gehört weiter zu den größten 25 Sparkassen der 409 deutschen Sparkassen. Die Bilanzsumme stieg um 98 Millionen Euro oder 1,2 % auf 8,51 Milliarden Euro (Vorjahr + 1,4 %). Mehr als 80 % davon stammen aus den Geschäften mit den heimischen Privat- und Firmenkunden. Dieser überdurchschnittlich hohe Anteil der Kundengeschäfte belegt die regionale Ausrichtung des Geschäftsmodells der LzO.

Niedrigzinsphase kann Wachstum nicht bremsen

Vor dem Hintergrund des anhaltenden Niedrig-Zinsniveaus sind kurzfristige Geld- anlagen wie Tagesgelder und Sichteinlagen besonders stark gewachsen. Die Steigerung der Kundeneinlagen um 168 Millionen Euro oder 2,6 % auf 6,56 Milliarden Euro wird von den Privatkunden getragen. Die Firmenkunden halten weiter an ihren hohen Liquiditätsbeständen fest (./. 6,6 Mio. Euro). Damit sind sie für kommende Investitionen gut gewappnet.

Wertpapieranlagen bleiben alternativlos

Die LzO-Kunden haben 2015 deutlich mehr Wertpapiere gekauft als verkauft. Der Saldo (= Netto-Ersparnisbildung) von 41 Millionen Euro bestätigt, dass sie das gute Börsen-jahr für eine Aufstockung ihrer Anlagen genutzt haben. So haben Anleger die Chance, mit Wertpapieren der Realzinsfalle zu entgehen und z.B. mit Aktienfonds eine bessere Rendite zu erzielen. Absatztreiber Nr. 1 ist die fondsgebundene Vermögensverwaltung. Fast 35 Millionen Euro sind zusätzlich in den DekaBank-Depots angelegt worden. Da es im Zinsbereich auch 2016 keine attraktiven Alternativen gibt, wird dieser Trend zur Anlage in Wertpapieren weiter anhalten.

Wohnungsbau beflügelt das Kreditgeschäft

Die gesamten Ausleihungen an Kunden belaufen sich auf 6,91 Milliarden Euro (+ 251 Mio. Euro oder + 3,8 %, Vorjahr: ./. 1,1 %). Erfreulich stark war wieder die Nachfrage nach Krediten für den Wohnungsbau. Hier hat die Sparkasse neue Finanzierungsmittel von 443 Millionen Euro und damit nochmals 85 Mio. Euro mehr als im Jahr zuvor bereitgestellt (357 Mio. Euro).

Auch Kredite für Konsumzwecke wurden wieder stark nachgefragt. Das neu zugesagte Volumen von 114,5 Millionen Euro entspricht einer Steigerung von 21,4 % gegenüber 2014.

Das Ausleihgeschäft mit Firmenkunden ist von einer zurückhaltenden Investitionsneigung und einer guten Liquiditätsausstattung der Unternehmen geprägt. Dennoch sind die Zusagen für neue Investitionsdarlehen um beachtliche 28 % auf 1,1 Milliarden Euro gestiegen. Dieses erfreuliche Neugeschäft wird wegen der teilweise langen Investitionsphasen – z.B. bei Windkraftprojekten – erst später in den Bestandszahlen deutlich werden. Weiter eingetrübt hat sich die Stimmung in der Landwirtschaft. Die Bereitschaft zu investieren ist spürbar zurückgegangen.

SLZODE22 - LzO erhält eigene BIC/SWIFT-Adresse

Insbesondere im Auslandszahlungsverkehr profitieren Kunden von einer direkten und schnellen Kommunikation. Grund für die Einführung der neuen Adresse ist, dass unsere Kunden ihre Zahlungen vermehrt international abwickeln.

Rekordergebnisse im Leasing- und Bauspargeschäft Ein Rekordergebnis wurde im Leasinggeschäft erzielt. Neu vermittelte Verträge im Wert von 47,4 Millionen Euro führten zu einem Zuwachs von 16 % gegenüber dem Vorjahr. Es ist das höchste bisher erzielte Neugeschäft der LzO in einem Jahr. Damit liegt die LzO auf Platz 1 unter den Sparkassen in Niedersachsen und bundesweit auf Platz 11.

Außerordentlich gut ist wieder das Bauspargeschäft verlaufen. Es wurden neue Verträge mit einer Rekord-Bausparsumme von 267,3 Millionen Euro abgeschlossen (Vorjahr: 221,4 Mio. Euro). Besonders erfreulich war die Steigerung der durchschnittlichen Bausparsumme auf über 30 TEUR bei den Neuverträgen (Vorjahr: 23 TEUR). Besonders bei jüngeren Kunden wird mit dem Abschluss eines Bausparvertrages der Wunsch nach späterem Immobilienbesitz deutlich, so dass damit frühzeitig der finanzielle Grundstein für späteres Wohneigentum gelegt wird.

Auch für den LzO-ImmobilienService war es ein sehr gutes Jahr. Es wurden Kaufwerte von 87,3 Millionen Euro umgesetzt (+ 16,3 Mio. Euro oder + 23 %). Eine nach wie vor hohe Nachfrage trifft hier auf ein geringeres Objekt-Angebot. Bei der LzO-FinanzService GmbH gab es gute Ergebnisse beim Abschluss von Verträgen zur betrieblichen Altersvorsorge und bei den Sachversicherungen.

Weiterempfehlungsbereitschaft gestiegen

Nach den aktuellen Ergebnissen einer Privatkunden-Befragung ist die Bereitschaft, die LzO weiter zu empfehlen, auf 90 % gestiegen (2012: 84 %). 94 % geben an, dass sie auch in zwei Jahren noch LzO-Kunden sein werden und bestätigen damit ihre Zufriedenheit mit der LzO. Überall erreichbar ist die LzO für 85 % der Befragten.

Die LzO verfügt damit über eine sehr stabile Kundenbasis. Die Sparkasse führt jetzt 320.000 Privatgirokonten (+ 13.000 Konten, + 4,0 %). Auch bei den Firmenkunden haben die Kontenzahlen weiter zugelegt. Hier bestehen jetzt 26.400 Geschäfts- und Firmenkonten (+ 600 Stück, oder + 2,3 %).

Bis zu 40.000 Anrufe monatlich im neuen KundenServiceCenter

Gut angenommen wird das neue KundenServiceCenter der LzO. Pro Monat werden bis zu 40.000 Anrufe der Kunden angenommen. Rund 900 Mal im Monat chatten die Online-Berater mit ihren Online-Kunden, Tendenz weiter steigend. 35 bankfachlich ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit langjährigen Erfahrungen aus der Kundenberatung in Filialen stehen den Kunden zur Verfügung.

Das LzO-KundenServiceCenter ist telefonisch, per E-Mail, Chat oder Videochat Montags bis Freitags von 8 bis 20 Uhr zu erreichen. Die LzO hat damit ihre Erreichbarkeit für die Kunden spürbar ausgeweitet.

Region profitiert durch Förderungen und Steuerzahlungen

Mehr als 700 Projekte in den Bereichen Kunst, Kultur, Wissenschaft, Sport sowie Soziales und Gemeinnütziges sind von der LzO in 2015 finanziell unterstützt worden. Über die regionalen LzO-Treuhandstiftungen, die Stiftung Kunst und Kultur, aus dem Lotteriespiel „Sparen + Gewinnen“ sowie aus Sponsoringmitteln wurden die Projekte mit rund 4,0 Millionen Euro gefördert (einschl. 2 Mio. Euro Kapital-Zuführung zu den 8 Regionalen Treuhandstiftungen). Die Steuerzahlungen, die von der LzO aufgrund ihrer erfolgreichen Geschäftstätigkeit an den Fiskus abgeführt wurden, belaufen sich auf 17,5 Millionen Euro (Vorjahr 17,9 Mio. Euro). Diese Steuerzahlungen unterstützen die kommunalen Haushalte bei der Wahrnehmung ihrer vielfältigen öffentlichen Aufgaben.

Jahresüberschuss bleibt stabil

Durch die anhaltende Niedrigzinsphase ist der Zinsüberschuss nur leicht um 0,5 Millionen Euro auf 167,8 Millionen Euro gestiegen (Vorjahr: 167,3 Mio. Euro). Der Provisionsüberschuss hat um 3,1 Millionen Euro auf 46,5 Millionen Euro zugelegt (Vorjahr: 43,4 Mio. Euro). Gestiegen sind die allgemeinen Verwaltungskosten auf 141,7 Millionen Euro (+ 3 Mio. Euro). Neben den Personal- und Sachkosten sind hier Aufwendungen von rd. 1,8 Millionen Euro für die neue EU-Bankenabgabe und die neu geregelte Einlagensicherung enthalten. Der Aufwand für die Bewertungen der Forderungen, Wertpapiere und Beteiligungen beträgt 17,9 Millionen Euro. Nach Verrechnung aller Positionen wird ein Jahresüberschuss von unverändert 20 Millionen Euro ausgewiesen.

Ausblick Gerhard Fiand: „2016 ist unser 230.Geschäftsjahr. Wir sind zuversichtlich, wieder ein zufriedenstellendes Jahresergebnis erzielen zu können und werden mit unserem bewährten regionalen Geschäftsmodell weiter auf Kurs bleiben.“


(Redaktion)


 


 

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