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Oldenburg

Millionenförderung für Mobilitätsprojekt "NEMo"

Oldenburger Nachhaltigkeitsforscher bei Förderprogramm erfolgreich

Großer Erfolg für die Nachhaltigkeitsforschung an der Universität Oldenburg: das interdisziplinäre Forschungsprojekt "NEMo – Nachhaltige Erfüllung von Mobilitätsbedürfnissen im ländlichen Raum" punktete beim Förderprogramm "Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung" des Landes Niedersachsen und der VolkswagenStiftung. In den nächsten drei Jahren bekommen die Oldenburger WissenschaftlerInnen mehr als 1,7 Millionen Euro für ihre Forschungsarbeit.

"Gekennzeichnet durch interdisziplinäre Arbeiten zahlreicher Wissenschaftler gelingt es der Oldenburger Nachhaltigkeitsforschung immer wieder auf beeindruckende Weise, Ergebnisse zum unmittelbaren Wohl der Gesellschafft zu erzielen", erklärt Prof. Dr. Katharina Al-Shamery, Vizepräsidentin für Forschung und Transfer. Forschung nah an Mensch und Umwelt – sie reiche an der Universität bis in die 1970er Jahre zurück und genieße ein hervorragendes Ansehen. Dies werde durch die aktuelle Förderung erneut belegt, so Al-Shamery.

Das interdisziplinäre Forschungsteam unter der Leitung des Oldenburger Wirtschaftsinformatikers Prof. Dr. Jorge Marx Gómez hat sich zum Ziel gesetzt, die Mobilität von Menschen im ländlichen Raum nachhaltig zu verbessern. Die Idee: Dort, wo Bus und Bahn selten oder gar nicht fahren, sorgen die BürgerInnen selbst für Mobilität, beispielsweise indem sie Nachbarn im Auto mitnehmen oder eine selten frequentierte Bushaltestelle bedienen. Das schließt nicht nur Versorgungslücken im öffentlichen Nahverkehr – gut ausgelastete Fahrzeuge schonen außerdem die natürlichen Ressourcen.

Damit die neue ländliche Mobilität klappen kann, sind besondere Informations- und Telekommunikationstechnologien gefragt. Passende Konzepte wollen die ForscherInnen zu Beginn des Projekts entwickeln. BürgerInnen und Mobilitätsanbieter wie Nahverkehrsunternehmen sollen stets einbezogen werden, um nicht an den tatsächlichen Bedürfnissen und Rahmenbedingungen vorbei zu planen. Bevor "NEMo" dann endgültig startet, wird es im ländlichen Raum um Oldenburg und im Landkreis Wesermarsch intensiv getestet. Mehrere Kooperationspartner wie Kommunen, Kammern, Unternehmen und Forschungseinrichtungen unterstützen das Projekt.

Mit dem Programm "Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung" fördern das Land Niedersachsen und die VolkswagenStiftung Projekte, die disziplinübergreifende Ansätze verfolgen, um die Probleme der Zukunft zu meistern. Aktuell wurden sieben Projekte ausgewählt. Die Mittel in Höhe von insgesamt zwölf Millionen Euro kommen aus dem Niedersächsischen Vorab.

(Redaktion)


 


 

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