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Oldenburg

Oldenburg erhält Titel „Niedersächsische Klimaschutzkommune 2016“

Umweltministerium würdigt Oldenburger Projekt zur Abwasserwärmerückgewinnung

Die Stadt Oldenburg ist mit ihrem Wettbewerbsbeitrag „Wärme aus Abwasser - ein Oldenburger Kooperationsprozess“ für innovativen Klimaschutz im Wettbewerb „Niedersächsische Klimaschutzkommune 2016“ als eine von drei Hauptgewinnern mit einem Preisgeld von 20.000 Euro ausgezeichnet worden.

Der Niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel und Dr. Marco Trips, Präsident des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, gratulierten Stadtbaurätin Gabriele Nießen und den mitangereisten Projektbeteiligten am Montag, 29. August, im Alten Rathaus Hannover.

Der Wettbewerb wird vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz und den niedersächsischen kommunalen Spitzenverbänden getragen und von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) durchgeführt. Insgesamt waren 46 Projekte eingereicht worden, drei Kommunen wurden als Hauptsieger geehrt, dazu gehören neben Oldenburg die Stadt Osnabrück und die Gemeinde Vrees.

„Klimaschutz ist eine zentrale Zukunftsaufgabe für die Kommunen. Das zum Wettbewerb eingereichte Projekt zeigt, dass, wenn viele Akteure an einem Strang ziehen, auch großartige Ideen umgesetzt werden können“, erklärte Stadtbaurätin Gabriele Nießen und bedankte sich bei der KEAN für die Auszeichnung und bei den anwesenden Projektbeteiligten für die gute Zusammenarbeit in den Projekten.

Der Alte Stadthafen ist das erste große Bauprojekt in Oldenburg, in dem die Wärmenutzung aus Abwasser integriert wurde. Der Projektentwickler Kubus Immobilien nutzt das Kanalnetz des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV), um mittels Wärmepumpentechnologie seine Gebäude zu beheizen. Dafür werden rund 200 Meter Abwasserwärmetauscher mit einer Entzugsleistung von etwa 600 Kilowatt in Oldenburgs durchflussstärksten Mischwasserkanal eingebaut. Nach Fertigstellung wird es die landesweit größte Anlage dieser Art sein. OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht lobte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Oldenburg und den weiteren Partnern. „Wir haben gemeinsam Potenziale im Bereich der Abwasserwärme ausfindig gemacht und ein Projekt geschaffen, das in der Branche bundesweit Beachtung findet. Oldenburg befindet sich mit der Dimension dieses Projekts in einer Vorreiter-Rolle.“

Oldenburgs erste Abwasserwärmenutzungsanlage wurde bereits 2012 gemeinsam vom OOWV und dem Institut für Rohrleitungsbau (iro/Jadehochschule) gebaut. Sie versorgt seitdem das iro-Institutsgebäude, eine alte Stadtvilla an der Ofener Straße, mit Wärme. Eine dritte Anlage, die das Wärmepotenzial aus dem Abwasserkanal nutzt, steht kurz vor der Umsetzung. Im Wohnpark „Wechloyer Tor“ an der Ammerländer Heerstraße werden zukünftig rund 8.000 Quadratmeter Wohnfläche mit dieser umweltschonenden Energie versorgt.

(Redaktion)


 


 

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