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Oldenburg

Oldenburger Land: Wirtschaft nimmt Fahrt auf

Die Unternehmen im Oldenburger Land sind gut in das neue Jahr gestartet. 36 Prozent der Befragten bewerten ihre derzeitige Lage als gut, lediglich 11 Prozent als schlecht. Allerdings sind die Erwartungen an den weiteren Konjunkturverlauf angesichts der vielen Unsicherheiten gedämpft. Der IHK-Konjunkturklimaindex, das Stimmungsbarometer unserer Region, fällt gegenüber dem Vorquartal geringfügig um zwei Zähler auf 114,1 Punkte. Das ist das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK) bei rund 500 Unternehmen.

Vor allem das Dienstleistungsgewerbe, das Baugewerbe und der Großhandel sind aktuell sehr zufrieden“, kommentiert Dr. Joachim Peters, IHK-Hauptgeschäftsführer das Ergebnis der Umfrage. Im Baugewerbe bleibe die Nachfrage nach Wohneigentum angesichts der niedrigen Zinsen hoch. Der regionale Großhandel profitiere unter anderem von Logistik- und Angebotserweiterungen und von einer leichten Wiederbelebung des Iran-Geschäftes. Der niedrige Dieselpreis kommt dem Transport- und Logistikgewerbe zugute.

„Der Auftragseingang in der Industrie war den Unternehmensangaben zufolge im ersten Quartal leicht rückläufig, aber noch auf zufriedenstellendem Niveau“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer. Die Auslandsnachfrage sei schwach gewesen, konnte aber durch die Inlandsnachfrage kompensiert werden. Im Januar betrug das Umsatzplus in der Industrie 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

„Für 2016 erwarten die Unternehmen keine großen Sprünge“, gibt Peters die Erwartungen der Betriebe wieder. Wie schon im Vorquartal hielten sich jetzt Optimisten und Pessimisten annähernd die Waage. Das sei angesichts der Gemengelage an Unsicherheiten nicht verwunderlich. „Viele Schwellenländer kämpfen derzeit mit wirtschaftlichen Problemen und auch Europa ist noch nicht über dem Berg. Vielen Unternehmen aus unserer Region fehlt die Nachfrage aus China und Russland“, so Peters. Zudem erschweren bürokratische Hemmnisse die Geschäfte, und auch anziehende Personalkosten bereiten zunehmend Sorgen, so die Aussagen einiger Unternehmen.

„Daher bleibt die Investitionslage unbefriedigend und ein nachhaltiger Aufschwung vorerst in weiter Ferne“, so Peters.

Die Branchen im Einzelnen:

  • Die Industrieunternehmen sind mit der aktuellen Situation zufrieden, obwohl die Auftragseingänge im ersten Quartal leicht rückläufig gewesen sind. Hingegen hat sich die Ertragssituation gegenüber dem Vorquartal gebessert.
  • Der Auftragseingang im Baugewerbe ist gestiegen. Fast jeder zweite Befragte gibt eine Auftragsreichweite von zwei bis drei Monaten an, jeder vierte sogar von vier oder mehr Monaten. Die Ertragslage wird allerdings etwas kritischer beurteilt als im Vorquartal.
  • Die Stimmung im Einzelhandel ist noch gut; sie hat sich gegenüber der Geschäftslage im Vorquartal jedoch deutlich verschlechtert. Das wechselhafte und regnerische Wetter hat sich negativ auf die Konsumfreude ausgewirkt. Darunter hat auch das Ostergeschäft gelitten.
  • Für den Großhandel begann das Jahr 2016 erfreulich. Fast die Hälfte der Unternehmen berichtet von guten Geschäften. Die Export- und Importhändler sind erneut die treibende Kraft für diese positive Entwicklung: Fast zwei Drittel der Betriebe berichten von gute Zahlen.
  • Das Umsatz- und Beförderungsvolumen im Transport- und Logistikgewerbe ist im Vergleich zum Vorquartal gesunken, bewegt sich aber auf einem zufriedenstellenden Niveau. Positiv wirken sich die niedrigen Dieselpreise aus. Fast 95 Prozent der Befragten Unternehmen bewerten ihre Lage als gut oder befriedigend.
  • Trotz leichter Auftragsrückgänge melden die Unternehmen der Dienstleistungswirtschaft überwiegend gute Geschäfte. Architektur- und Ingenieurbüros konnten ihre positive Geschäftssituation auf einem hohen Niveau stabilisieren. Auch PR- und Unternehmensberatung, Medienwirtschaft und IT sowie Makler bewerten ihre aktuelle Lage überwiegend als gut.

(Redaktion)


 


 

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