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Oldenburg

Region spricht mit einer Stimme

Stadt Oldenburg und OLEC legen aktualisierte Studie zur Energieregion Weser-Ems vor

Die Energiewirtschaft ist mit über 35.000 Arbeitsplätzen und einem Anteil von 4,7 Prozent Beschäftigen einer der Jobmotoren in der Region. Besonders der Ausbau erneuerbarer Energien hat für einen deutlichen Schub gesorgt. Das zeigt die aktualisierte Potenzialstudie „Energieregion Weser-Ems“, die von der ARSU GmbH und der regio gmbh im Auftrag des Oldenburger Energieclusters OLEC e.V. und der Stadt Oldenburg überarbeitet wurde.

Nach der ersten Auflage aus dem Jahr 2012 wurde die detaillierte Studie noch einmal überarbeitet und erweitert. Sie umfasst jetzt auch den Landkreis sowie die Stadt Osnabrück und bildet damit den ehemaligen Regierungsbezirk Weser-Ems komplett ab. Dessen energiewirtschaftliche Stärken sind dabei breit gefächert.

Einerseits ist die Region eine der wichtigsten deutschen und europäischen Drehscheiben für die fossilen Energieträger Öl, Gas und Kohle. Über die Seehäfen werden im bundesweiten Maßstab jeweils ein Drittel der Kohle und ein Viertel des Öls umgeschlagen. Gleichzeitig ist Weser-Ems aufgrund der vorhandenen Kavernen ein wichtiger Speicher für Öl und Gas. Hierzulande lagern nicht nur zwischen zehn und 35 Prozent der Energiereserven. Die Region ist aufgrund der Speichermöglichkeiten auch ein wichtiger Knotenpunkt in den niederländischen und norwegischen Erdgaspipelines.

Andererseits ist Weser-Ems eine der bedeutendsten Regionen für die Branche der erneuerbaren Energien. Hier liefern über 68.000 Anlagen 7,4 Prozent des in Deutschland produzierten Stroms. Diese Technologien kommen auf eine installierte Nennleistung von 6600 Megawatt und liegen deutlich über den konventionellen Kraftwerken, die auf eine Kapazität von 5600 Megawatt haben. Das spiegelt sich auch in den Arbeitsplätzen wieder. Von den 35.000 Beschäftigten arbeiten alleine 12.000 Menschen bei regenerativen Anlagenbauern oder deren Zulieferern. „Die Region hat bisher erheblich von den erneuerbaren Energien profitiert, was sich auch in der Wertschöpfung wiederspiegelt. Erfreulich ist, dass der Nordwesten mit einer Stimme spricht und die Akteure sehr eng miteinander kooperieren“, sagt Ulrich Scheele, Mitautor der Studie und Gesellschafter der ARSU GmbH.

Ein prominentes Beispiel ist die sogenannte Wissensvernetzung Weser-Ems, zu der sich 17 Landkreise und kreisfreie Städte im ehemaligen Regierungsbezirk zusammengeschlossen haben. Über Masterpläne wollen die Akteure die Stärken der Region weiter ausbauen. Ein Schwerpunkt ist neben der maritimen Wirtschaft und dem Agrarsektor die Energiewirtschaft. Handlungsbedarf wird unter anderem „bei der Akzeptanz für einen weiteren Ausbau erneuerbarer Energien und deren Integration in die Stromnetze gesehen. Die Region hat zwar erheblich von diesen Technologien profitiert, sie kommt aber auch an die Belastungsgrenzen. Dieses Akzeptanzproblem zieht sich durch die gesamte Energiewirtschaft und macht neue Formen der Bürgerbeteiligung notwendig“, so Scheele. Genau an diesem Schlüsselthema wird intensiv im OLEC gearbeitet und geforscht - nicht nur mit der neuen Studie. Die Neuauflage der Potenzialstudie steht kostenfrei unter www.energiecluster.de zum Download zur Verfügung und wurde mit Mitteln des Projektes „Wissensvernetzung in Weser-Ems 2020“ unterstützt.

(Redaktion)


 


 

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