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Oldenburg

Technik, die begeistert: Gleich drei Gründerstipendien für Start-ups der Universität

EXIST-Förderung für Forschungsroboter ADAM-1 und zwei neuartige IT-Lösungen

Menschengroße Roboter mit besonderen Fähigkeiten - und zwei neuartige IT-Lösungen für Unternehmen: Gleich drei Start-ups der Universität Oldenburg hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) für ein EXIST-Gründerstipendium ausgewählt. Die Ausgründungen "infopixel" und "STORM 2" bestehen jeweils aus einem Informatiker-Trio. Das multidisziplinäre Team von "a1robotics" setzt sich aus einem Neurobiologen, einem Physiker und einem Informatiker der Universität zusammen. Die Fördersumme für die drei Vorhaben beläuft sich auf insgesamt fast 400.000 Euro.

Mit grafischen Visualisierungen befassen sich die Informatiker Dr. Christian Dänekas, Dr. Philipp Gringel und Dr.-Ing. Steffen Kruse von infopixel. Diese sind für Unternehmen ein wichtiges Mittel, um komplexe technische oder organisatorische Daten für verschiedene Personengruppen, etwa im IT-Management, verständlich aufzubereiten. Die cloud-basierte Lösung von infopixel soll eine einfache Alternative zum au fwändigen manuellen Erstellen der Visualisierungen und zu teuren spezialisierten Tools bieten. Ihre zentrale technische Innovation: Die Software generiert die Grafiken automatisch, sodass wiederholtes Überarbeiten und laufendes Überprüfen von Aktualität und Konsistenz entfallen. Auf diese Weise will das Gründertrio aus dem An-Institut OFFIS Kosteneinsparungen und eine kollaborative Arbeitsweise ermöglichen.

Die drei Diplom-Informatiker Swetlana Lipnitskaya, Olaf Roeder und Sebastian van Vliet von STORM 2 setzen bei der zunehmenden Dokumentationspflicht der Wirtschaft für Nachhaltigkeitsaktivitäten an. Diese oftmals über alle Abteilungen und Standorte eines Unternehmens verstreuten Aktivitäten zentral zu erfassen, zu dokumentieren und personalisiert aufzubereiten, ist bislang mit erheblichem Aufwand und Kosten verbunden. Die Geschäftsidee des Trios mit Wurzeln in der Abteilung Wirtschaftsinformatik der Universität: eine Software, die moderne Automatismen der Datenintegration nutzt, um ein strategisches, chancen- und risikoeffizientes Nachhaltigkeitsmanagement zu ermöglichen und dabei zugleich die Potenziale nachhaltiger Entwicklung sichtbar und nutzbar macht. Das Team forscht bereits seit vier Jahren zu IT-gestützter nachhaltiger Unternehmensentwicklung und konnte mit seiner Idee bereits einige Partner und Pilotkunden gewinnen.

Robotische Systeme beschäftigen das dritte Gründerteam von a1robotics, bestehend aus Malte Ahlers, Dr. Sven Burdorf und Dennis Borde. Sie haben einen modularen humanoiden Roboter von der Größe eines erwachsenen Menschen entwickelt. Die Arme des aktuellen Prototyps ADAM-1 basieren auf einem biologisch inspirierten Gelenksystem, das einen menschenähnlichen Bewegungsablauf ermöglicht. Eine neuartige Kraftmesssensorik für alle Bewegungsachsen der Arme dient unter anderem der flexiblen und sicheren Interaktion des Systems mit Menschen. Der in zwei Achsen motorisierte Kopf ist mit optischen und akustischen Sensoren ausgestattet. Der Roboter kann sich mithilfe eines omnidirektionalen Antriebss ystems frei im Raum bewegen. Die Oldenburger Gründer möchten ihr Produkt zunächst als Forschungsroboter etablieren, insbesondere für die weltweite universitäre Forschung und Lehre auf dem Feld der Servicerobotik. Sämtliche Subsysteme des Roboters sollen auch als Einzelkomponenten erhältlich sein.

(Redaktion)


 


 

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