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Oldenburg

Tourismus erzeugt wirtschaftliche Effekte: Mehr Übernachtungsgäste für Oldenburg

Seit 15 Jahren wirbt die Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH (OTM) für Oldenburg als sehenswertes Ausflugs- und Reiseziel. Insgesamt 147.000 Gäste sorgten im Jahr 2014 für 330.000 Übernachtungen (+7 Prozent zum Vorjahr) in gewerblichen Betrieben mit zehn oder mehr Betten nach Angaben des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN).

Seit Gründung der OTM wurde zudem die dwif - Consulting GmbH regelmäßig beauftragt, konkrete Zahlen zur wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus zu ermitteln. Demnach ist der Tagestourismus das bedeutendste Segment für Oldenburg. Im Jahr 2013 fanden über 10 Millionen Tagesreisen statt. Durch Tages- und Übernachtungsgäste wurden insgesamt rund 367 Millionen Euro Bruttoumsatz erwirtschaftet. Die Quantifizierung des Marktes Oldenburg ist nicht einfach und erfolgt auf Basis von Daten aus einer deutschlandweit repräsentativen Umfrage. Die Aktualisierung erfolgt in einem Abstand von ungefähr fünf Jahren.

Zahlreiche Profiteure

„Ein Umsatz von mehr als 360 Mio. Euro im Jahr zeigt, welch enorme Bedeutung der Städtetourismus für die Wirtschaftskraft Oldenburgs hat. Davon profitieren vor allem Einzelhandel (49%), Gastgewerbe (33%) und Dienstleistungsbranche (18%). Ich werde mich dafür einsetzen, die Attraktivität Oldenburgs weiter zu steigern, um immer mehr Menschen einen Grund zu geben, die Stadt zu besuchen“, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Silke Fennemann, Geschäftsführerin der OTM, stellt fest: „Oldenburg hat sich verändert und befindet sich weiter im Wandel. Mit Gründung der Tourismus GmbH vor 15 Jahren ging die Professionalisierung einher.

Wir freuen uns über die positive Entwicklung des Tourismus, was zur Stärkung der Wirtschaftskraft beiträgt und Arbeitsplätze sichert. Ein zusätzlich positiver Effekt ist, dass durch die intensive Marketingarbeit die Erhöhung der Attraktivität für Investoren und Menschen die hier leben wollen, erfolgt.“

Hochfrequentiertes Geschäftsreiseziel

Als Pluspunkte für Oldenburg zählen die außergewöhnlich hohe Anzahl an inhabergeführten Geschäften und ein hochkarätiges und teilweise einzigartiges Kulturangebot. Mit dem Umbau der Weser-Ems-Hallen ist ein modernes und vergrößertes Veranstaltungs- und Messezentrum direkt neben dem Bahnhof entstanden und durch Wissenschaft und Wirtschaft entstehen immer mehr nationale und internationale Kontakte. Deshalb ist die Stadt auch ein hochfrequentiertes Geschäftsreiseziel. 

Unerläslich: Kräfte bündeln

„Die bisherigen Ergebnisse können mehr als zufriedenstellen, aber der Tourismus unterliegt auch ständigen Veränderungen und Herausforderungen. Wir können nicht immer automatisch von guten Ergebnissen ausgehen“, erklärt Silke Fennemann. „In erster Linie geht es uns zukünftig darum, das Thema Tourismus hinsichtlich seiner Bedeutung zu stärken und es nachhaltig zu verankern. Dies ist eine große Herausforderung, da Oldenburg eine wenig bekannte touristische Destination ist. Um sich den Herausforderungen der Zukunft stellen zu können, ist es für die OTM unerlässlich, sich mit Trends auseinanderzusetzen, Kräfte zu bündeln und unser Marketing strategisch an den starken Themen auszurichten.“

Vermarktung von Oldenburg bis 2020: Perspektiven und Strategien für die Zukunft

Die großen Herausforderungen für die Zukunft ergeben sich aus den Trends auf Kundenseite, also in der touristischen Nachfrage, und den grundsätzlichen Herausforderungen, mit denen sich der Tourismus in insgesamt auseinandersetzen muss. Der Vertrieb hat sich zunehmend ins Internet verlagert. Empfehlungen, Bewertungen und Communities haben steigende Bedeutung erfahren und im Vermittlungsgeschäft haben internationale agierende Unternehmen wie Google oder booking.com Marktanteile übernommen. Die Reisenden sind heutzutage erfahren und regelmäßig unterwegs. Auch die Erreichbarkeit ist kein Problem mehr, wodurch der Wettbewerb zugenommen hat.

Nachholbedarf bei digitalem Informationsangebot

Silke Fennemann schaut nach vorne und sieht klare Handlungsfelder: „Wir müssen Oldenburg noch stärker auf die Bedürfnisse der Gäste ausrichten. Ein wichtiges Kriterium zur Stärkung ist beispielsweise der Ausbau des digitalen Informationsangebotes. Hier hat Oldenburg noch Nachholbedarf.“

Damit sowohl private wie auch Geschäftskunden von Oldenburg erfahren, wirbt die Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH (OTM) mit verschiedenen Marketinginstrumenten um Gäste. Sie macht Pressearbeit, schaltet Anzeigen, betreibt Direktmarketing, verschickt Newsletter und baut jetzt sogar den Vertrieb über Busreiseveranstalter aus. Besonders aber das Online-Marketing verstärkt die OTM von Jahr zu Jahr. Seit 2014 gibt es in Zusammenarbeit mit siebzehn anderen niedersächsischen Städten nicht nur einen eigenen Blog, in dem Geschichten aus den Städten erzählt werden, auch eine Oldenburg-App wurde entwickelt.

Qualität wichtiger als Quantität

Für Silke Fennemann nehmen zukünftig Themenmarketing, Innovation, Qualität und Vernetzung eine bedeutende Rolle ein: „Uns ist es vor allem auch eine gute Qualität des Angebotes wichtig, um zufriedene Gäste zu generieren. Das heißt im Umkehrschluss natürlich, dass bei der Angebotsentwicklung der Schwerpunkt auf Qualität und nicht auf Quantität gesetzt wird. Bei einer Betrachtung der touristischen Stärke des Reiseziels Oldenburg ergibt sich für die Stadt eine Themenkompetenz in unterschiedlicher Art.

Die Themen‚ „Grünkohl“ und „Fahrrad“ genießen ein Alleinstellungsmerkmal und gelten als Profilierungsthema. Die Urlaubsaktivitäten „Kultur“ und „Shopping“ haben eine ergänzende Wirkung für die strategische Ausrichtung. Hier liegt der Schwerpunkt auf Marketingkooperationen um eine Win-win-Situation herzustellen mit dem Ziel der Imagestärkung, der Steigerung der Kundenbindung durch Mehrwerte, aber vor allem auch um eine Senkung der Marketingkosten. 

Wichtig: Gute Zusammenarbeit aller Beteiligten

Um im touristischen Städtewettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben, ist uns die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten besonders wichtig, seien es die Kollegen aus den städtischen Ämtern, die Partner aus der Hotellerie und Gastronomie oder die über 200 Mitglieder des Verkehrsvereins. Das Wichtigste ist, das es gemeinsam mit all denjenigen geschieht, die auch vom Tourismus leben und Service und Gastfreundschaft verinnerlicht haben.“

(Redaktion)


 


 

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