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Weltgrößtes Riesenrad

Wegen Unfall bei Abbauarbeiten in Oldenburg kein Gastspiel in Bremen

Bei Abbauarbeiten in Oldenburg sind am Montag mehrere der über 30 Meter langen Stützen des größten transportablen Riesenrads der Welt zu Boden gestürzt. Hierdurch wurden mehrere für den Betrieb notwendige Teile und ein LKW samt Auflieger erheblich beschädigt. Inzwischen steht fest, dass das Rad nicht wie vorgesehen in Bremen auf dem Freimarkt aufgestellt werden kann.

Da am Montag viele Fahrgeschäfte des Oldenburger Volksfestes "Kramermarkt" bereits abgebaut waren, konnten die herabgefallenen Stahlstützen keinen größeren Schaden anrichten. Ein ganz großes Glück für die Abbaukräfte: weder sie, noch Passanten wurden durch die mit erheblicher Wucht herabfallenden Stützen verletzt. Alleine die schiere Größe der betreffenden Stahlteile machte Schaulustigen am Dienstag deutlich, wie glimpflich die Sache ausgegangen ist. Das Riesenrad selbst war am Montag bereits demontiert - in einem der  letzten Schritte sollten die Stützen abgebaut werden. Genau dabei kam es zum verhängnisvollen Unglück. Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen rund 100.000 Euro.

Unfallstelle am Dienstag eingezäunt

Auch am Dienstag ist die Unfallstelle noch unberührt. Sie wurde eingezäunt und die umgefallenen Stützen mit einem Kran fixiert. Sachverständige der Versicherung und des TÜV sind beauftragt, die Unfallstelle in Augenschein zu nehmen.

Der Schaustellerbetrieb Steiger aus Hamburg betreibt bereits seit vielen Jahrzehnten ohne nennenswerte Vorkommnisse "das größte transportable Riesenrad der Welt". Das in Oldenburg zu Schaden gekommene 60-Meter-Riesenrad ist eine neuere Version, die seit nunmehr 30 Jahren im Einsatz ist und seine Vorgänger ersetzt hat. Gebaut wurde das Riesenrad 1980 beim Unternehmen Stahl- und Maschinenbau Kocks in Bremen. Das Fahrgeschäft hat einen Wert von mehreren Millionen Euro.

Vor der Inbetriebnahme auf Jahrmärkten und Volksfesten wird die Anlage allerdings -wie in Deutschland üblich - jedes Mal von TÜV-Experten gründlich auf Herz und Nieren überprüft. Das Fahrgeschäft entsprach somit allen gesetztlichen Anforderungen an die Sicherheit. Erst kürzlich hatte der Schaustellerbetrieb zudem die aus Glühbirnen bestehende Lichtanlage an Rad und Stützen vollständig durch LEDs ersetzen lassen.

Riesenrad: Kipp & Sohn springt in Bremen ein

Der Aufbau der Riesenrads dauert nach Angaben des Schaustellerbetriebs Steiger in der Regel 6 Tage, der Abbau 2 Tage. Nach seinem kompletten Abbau am Montag, hätte das Riesenrad am kommenden Freitag bereits in Bremen rotieren sollen. In zeitkritischen Fällen hat man das Riesenrad nach Angaben des Schaustellerbetriebs allerdings auch schon innerhalb von 4 Tagen im Mehrschichtensystem ab- und wieder aufgebaut.

Aus dem traditionsreichen Gastspiel auf dem Bremer Freimarkt wird nun erst einmal nichts: die Teilnahme des beschädigten Steiger-Riesenrads in Bremen ist bereits abgesagt. Dort wird sich in wenigen Tagen stattdessen das nur 5 Meter kleinere "Europa-Rad" des Schaustellerbetriebs Kipp & Sohn aus Bonn drehen. Wie lange die Reparatur bzw. der Austausch der Riesenrad-Stützen in Anspruch nehmen wird, war am Dienstag noch unklar. Im Winter sollte das Steiger-Riesenrad eigentlich anlässlich des Weihnachtsmarktes auf dem Berliner Alexanderplatz aufgestellt werden.

(Redaktion)


 


 

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