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Oldenburg

Unternehmensinsolvenzen sinken um über 14 Prozent

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist im Oldenburger Land in den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich gesunken. 132 Unternehmen meldeten Zahlungsunfähigkeit an (- 14,3 Prozent). Das berichtet die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer (IHK) auf Grundlage der Zahlen des Landesamtes für Statistik Niedersachsen


„Das ist die niedrigste Zahl an Unternehmensinsolvenzen seit über 20 Jahren“, kommentiert IHK-Geschäftsführer Björn Schaeper. Die gute Einkommensentwicklung der letzten Jahre, die hohe Nachfrage nach Wohneigentum und zuletzt stabile Exporte in die Europäische Union sorgen derzeit in vielen Branchen für eine solide Auftragslage, so Schaeper. Zudem habe sich die Eigenkapitalquote in den Unternehmen seit der Finanzkrise verbessert – damit seien die Unternehmen vor kurzfristigen Auftrags- beziehungsweise Umsatzrückgängen besser geschützt. Niedersachsenweit stieg die Zahl der zahlungsunfähigen Unternehmen um 2,5 Prozent.

„Der Rückgang ist in erster Linie auf den Landkreis Wesermarsch zurückzuführen“, erläutert Schaeper. Hier gab es mit 8 Fällen deutlich weniger Unternehmensinsolvenzen als im ersten Halbjahr 2015 mit 31. Auch die Höhe der voraussichtlichen Forderungen sank im Landkreis erheblich – auf rund 9 Millionen Euro von 148 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Weitere Rückgänge an zahlungsunfähigen Unternehmen gab es in der Stadt Wilhelmshaven und im Landkreis Oldenburg (von jeweils 15 auf 12 Fälle) sowie im Landkreis Friesland (von 12 auf 10). Einen leichten Anstieg verzeichneten die Landkreise Ammerland und Cloppenburg (jeweils von 14 auf 15), die Städte Delmenhorst (von 19 auf 20) und Oldenburg (von 20 auf 21). Den höchsten Zuwachs gab es im Landkreis Vechta von 14 auf 19 Insolvenzfälle.

Im Baugewerbe und im Handel nahmen die Insolvenzzahlen zu (von 18 auf 23 beziehungsweise von 23 auf 29 Fälle). Rückgänge gab es im Dienstleistungssektor (von 74 auf 47), in der Branche Verkehr, Information und Kommunikation (von 14 auf 13) sowie in der Industrie (von 11 auf 6). Im Gastgewerbe blieb die Insolvenzzahl mit 14 Fällen konstant.

„Die meisten zahlungsunfähigen Unternehmen waren nicht länger als acht Jahre am Markt und beschäftigten bis zu fünf Angestellte“, so Schaeper. Der voraussichtliche Zahlungsausfall belief sich auf rund 75 Millionen Euro nach 273 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Details unter www.ihk-oldenburg.de (Nr. 3474708)

(Redaktion)


 


 

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