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Noro-Viren

Oldenburger Gesundheitsamt drängt auf Einhaltung von Hygieneregeln

Wie inzwischen bekannt ist, ist das gehäufte Auftreten von Magen-Darminfektionen an der Universität Oldenburg auf Noro-Viren zurückzuführen. Das Virus ist durch Laboruntersuchungen am Niedersächsischen Landesgesundheitsamt (NLGA) in Stuhl-Proben erkrankter Personen bestätigt worden.

Bei einer Untersuchung von Speiseproben aus der Mensa durch das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) waren in der vergangenen Woche keine Keime gefunden worden. Zunächst hatte man vermutet, dass die Erkrankungen auf Bakterien im Essen zurückzuführen sind. Dieser Verdacht erhärtete sich letztlich aber nicht. Vielmehr führte die Spur in Richtung eines Noro-Virus. Noro-Viren sind besonders ansteckend. Das Virus befindet sich im Erbrochenen oder im Stuhl. Wichtig ist daher insbesondere eine gründliche Händehygiene.

Uni: Kontaktflächen werden verstärkt gereinigt

Am Montag fand nun eine Besprechung des Oldenburger Gesundheitsamtes mit den verantwortlichen Vertretern der Verwaltung der Universität, des Stundentenwerks und der Mensa, statt. Beim Gespräch wurden auch weitere Maßnahmen abgestimmt, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Das Oldenburger Gesundheitsamt drängte bei der Sitzung auf eine konsequente Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln. Bereits am Wochenende waren die Räume der Universität gründlich gereinigt worden. 

Die verstärkte Reinigung von Kontaktflächen wie Türklinken, Wasserhähnen oder Tischplatten soll auch in dieser Woche weiter durchgeführt werden, da Erkrankte auch 48 Stunden nach dem Ende der Krankheitssymptome noch für Mitmenschen infektiös sein können. Vor dem Besuch der Mensa und nach jedem Toilettengang sollten die Hände gründlich gewaschen werden, so die Empfehlung der Mediziner aus dem Gesundheitsamt, die aber realistisch betrachtet nicht jeder auf dem Campus gleichermaßen einhalten wird.

Krankheit meldepflichtig

Durch ein konsequentes Einhalten der Hygieneregeln hofft man auf eine deutliche Reduzierung der Neuerkrankungszahlen in den nächsten Tagen. Bislang meldet die Universität rund 250 Erkrankte. Hierbei dürfte es sich in erster Linie um Mitarbeiter der Universität und des Studentenwerks handeln. Über erkrankte Studierende führt die Universität keine Statistik, wobei der Erreger Noro-Virus laut Gesetz meldepflichtig ist. Labore müssen das Auftreten von Noro-Viren melden, wobei niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser das Auftreten von zwei oder mehr Betroffenen mit gleicher Symptomatik melden müssen, zwischen deren Erkrankung ein zeitlicher und örtlicher Zusammenhang bestehen könnte. Ob auch jeder Arzt konsequent meldet, steht allerdings nach Meinung von Experten auf einem anderen Blatt.

Da eine antivirale Behandlung nicht möglich ist, müssen sich die meisten Betroffenen - einmal abgesehen von ungewöhnlich schweren Krankheitsverläufen - zwangsläufig ohnehin daheim auskurieren und sparen sich zum Teil den Weg zur Arztpraxis. Nach Angaben des Oldenburger Gesundheitsamtes ist für sie während der akuten Krankheitsphase der Ausgleich des Flüssigkeits- und Elektlytverlustes besonders wichtig. Diese Phase ist gekennzeichnet von heftigem Erbrechen und starken Durchfällen. Eine Impfung steht nach Angaben des Gesundheitsamtes nicht zur Verfügung.

Aktualisiert: 17.8.2010

(Redaktion)


 


 

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