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Oldenburgisches Staatstheater

222 Stunden ohne Unterbrechung auf Plattdeutsch gelesen

Es war rappelvoll im Foyer des Oldenburgischen Staatstheaters und Markus Müller, Generalintendant des Oldenburgischen Staatstheaters, war am vergangenen Sonntag um 21:00 Uhr der letzte in einer Reihe von knapp 300 Mitwirkenden, die sich über eine Woche lang an einem Weltrekordversuch in Plattdeutsch lesen beteiligten.

Mehr als 200 Zuhörer waren gekommen, um das Finale des Lesemarathons "Langloopläser" mitzuverfolgen und dann gemeinsam die letzten Sekunden herunterzuzählen.

Beinahe unbemerkt von der Öffentlichkeit hatten Freiwillige seit dem 1. Februar in der Theaterbar des Oldenburgischen Staatstheaters rund um die Uhr vorgelesen. Tagsüber wurde jeweils 30 Minuten vorgetragen und nachts eine Stunde, um sinnvolle Wechsel der Mitwirkenden zu ermöglichen.

Honne Dohrmann, künstlerischer Leiter zeigte sich erfreut und erleichtert zugleich, dass der Weltrekordversuch gelungen ist. Ebenso der Referent für Plattdeutsch bei der Oldenburgischen Landschaft, Stefan Meyer.

Koordinatorin Elke Baak hatte genau 354 Leseeinheiten besetzen müssen; eine enorme Organisationsaufgabe, nicht zuletzt wegen der zahlreichen Rückfragen von A wie Auto springt nicht an bis Z wie Zeiten tauschen.

Mehr als 5000 Seiten Literatur, die ganz überwiegend nach 1970 im Oldenburger Land entstand, hatte Dr. Jutta Engbers für verschiedene Thementage wie „Hoffnung“ oder „Liebe“ zusammengestellt. Ebenfalls mit beteiligt Annie Heger und Ekat Cordes.

Die Augen richten sich nach London

Herwig Dust, Leiter der August-Hinrichs-Bühne, hatte das freiwillige Betreuungsteam zusammengestellt und mit dessen hoher Einsatzbereitschaft akribisch darauf geachtet, dass die Kette der Lesenden nie länger als eine Minute unterbrochen wurde. Für eventuelle Nachprüfungen wurde die ganze Lesung von 222 Stunden aufgezeichnet, alle sechs Stunden musste das Speichermedium gewechselt werden.

Jetzt richten sich die Augen aller nach London, wo die Organisatoren der Guinness World Records ihre Büros haben. Dort wird in den nächsten Tagen das Paket mit allen notariell beglaubigten Unterlagen aus Oldenburg zur Prüfung eintreffen. Für Thomas Kossendey, Präsident der veranstaltenden Oldenburgischen Landschaft, wäre das das i-Tüpfelchen.

(Redaktion)


 


 

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