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Online-Händler Amazon

Kritik wegen angeblich unwürdiger Bedingungen für Leiharbeiter

Das Online-Handelshaus Amazon steht wegen der Bedingungen der Leiharbeiter in seinen deutschen Logistikzentren in der Kritik. Nach der Ausstrahlung eines Dokumentarfilms des Hessischen Rundfunks in der ARD bezeichnete der Wirtschaftsexperte der Landtags-Grünen, Kai Klose, am Donnerstag die Situation für die meist ausländischen Saisonkräfte im Weihnachtsgeschäft als "vollkommen indiskutabel".

Der Linken-Abgeordnete Hermann Schaus zeigte sich schockiert von dem Bericht: "Leiharbeit ist die Sklavenarbeit des 21. Jahrhunderts."

Amazon hat im osthessischen Bad Hersfeld eines von insgesamt sieben Versandzentren in Deutschland. Der HR-Reportage zufolge werden Arbeitssuchende in Osteuropa und Spanien mit falschen Angaben zur Entlohnung angeworben, in völlig überfüllten Feriendörfern untergebracht und dort von einem Sicherheitsdienst mit Verbindungen zur Neonazi-Szene penibel überwacht. Gekündigt würden sie mitunter von einem Tag auf den anderen.

Klose warf Amazon und seinen Subunternehmern vor, die Not der Arbeitssuchenden auszunutzen. Leiharbeit und sittenwidrige Löhne müssten eingeschränkt oder verboten werden, forderte auch Schaus. Nach einem Bericht von "hr-online" sicherte Amazon inzwischen zu, das Verhalten des Sicherheitspersonals überprüfen zu lassen.

(dapd)


 


 

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