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Online-Video

Starke Ost-West-Unterschiede in der Nutzung von Online-Video

Video-Streamingdienste und -Portale in Westdeutschland wesentlich beliebter als in Ostdeutschland / Insgesamt 38 Prozent ziehen Video-on-Demand linearem TV vor

Online-Video-Portale und -Streamingdienste erfreuen sich zunehmend großer Beliebtheit – in Westdeutschland jedoch deutlich stärker als in den neuen Bundesländern. Auch Alter und Einkommen sind entscheidende Faktoren. Das zeigt eine aktuelle online-repräsentative Umfrage von TNS Infratest im Auftrag des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V.

In Deutschland konsumieren insgesamt 71 Prozent der Onliner (70 Prozent Ost, 71 Prozent West) Fernsehen über die Empfangswege Kabel, Satellit oder DVB-T (Antenne). 40 Prozent der Befragten aus Westdeutschland ziehen Online-Video klassischen Empfangswegen vor – in Ostdeutschland ist der Anteil mit 29 Prozent rund ein Viertel niedriger. Bei Online-Videoportalen (z.B. Clipfish, Youtube oder Myvideo) ist der Anteil der Nutzer in den neuen Bundesländern mit 48 Prozent deutlich niedriger als in Westdeutschland (58 Prozent). Video-Streamingdienste (z.B. Maxdome, Netflix oder Watchever) sind im Osten mit nur 14 Prozent deutlich unpopulärer als im Westen (25 Prozent).

„Dass es besonders bei jüngeren technologischen Entwicklungen mitunter regionale Unterschiede gibt, ist nicht ungewöhnlich. Eine solch deutliche Differenz mag auf den ersten Blick überraschend sein, könnte aber auf den schleppenden Breitbandausbau vor allem in ländlichen Gebieten zurückzuführen sein. Insgesamt ist es erfreulich, dass Online-Bewegtbild dennoch eine echte Erfolgsstory schreibt und inzwischen derart weit verbreitet ist. Künftig werden wir eine noch stärkere Verschiebung vom linearen TV hin zu Video-on-Demand beobachten“, erklärt BVDW-Vizepräsident Marco Zingler (denkwerk).

Online-Video eine Frage des Alters – und des Geldes

Bei Befragten im Alter zwischen 16 und 24 Jahren haben Videoportale einen immens höheren Stellenwert: 82 Prozent dieser so genannten „Digital Natives“ nutzen Clipfish, Youtube, Myvideo und Co. Bei den 55- bis 65-jährigen ist der Anteil mit 40 Prozent nicht einmal halb so hoch. Bei Betrachtung der Video-Streamingdienste ist der Unterschied noch auffälliger: Nur jeder zehnte Befragte im Alter zwischen 55 und 65 Jahren nutzt solche Streamingangebote, 40 Prozent sind es bei den 16- bis 24-jährigen.

Doch nicht nur das Alter, sondern auch die finanziellen Verhältnisse wirken sich auf die Nutzung von Online-Video aus. Während ein Drittel (33 Prozent) der Onliner in Deutschland mit einem Haushaltseinkommen zwischen 50.000 und 60.000 Euro Video-Streamingdienste nutzt, ist der Anteil bei Befragten mit einem Haushaltseinkommen unter 20.000 Euro mit 18 Prozent deutlich geringer.

(Redaktion)


 


 

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