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Osnabrück

4.000 Stromfressern auf der Spur

Stadtwerke verleihen seit 25 Jahren Strommessgeräte

Mittlerweile ist es gelernte Tradition: Seit 25 Jahren verleihen die Stadtwerke kostenlos Strommessgeräte an ihre Kunden – mit nachhaltigem Erfolg. Nach Stadtwerke-Schätzungen konnten somit weit mehr als 4.000 Stromfresser entdeckt werden.

„Unser Strommessgeräte-Verleih ist schon eine kleine Umweltschutz-Erfolgsgeschichte“, sagt Stadtwerke-Energieberaterin Karin Goltz. Im Jahr 1991 starteten die Stadtwerke ihren kostenlosen Service mit gerade mal fünf Leihgeräten – damals waren die Geräte noch in handgefertigten Holzschachteln verpackt. „Energiesparen war damals noch nicht so aktuell wie heute. Trotzdem hatten wir anfangs schon rund 100 Ausleihen im Jahr.“ Mit der zunehmenden Bedeutung des Energiesparens stieg auch der Ausleihbedarf kontinuierlich an. Mittlerweile verleihen die Stadtwerke-Experten im Servicezentrum am Nikolaiort mehr als zwanzig Strommessgeräte – und die sind im Dauereinsatz.

Eine Woche Verbrauch prüfen

Eine Woche lang können die Kunden so den Verbrauch ihrer Stromgeräte genauestens unter die Lupe nehmen. „Die Bedienung der Messgeräte ist sehr einfach, die vorbereiteten Messprotokolle leicht verständlich“, erläutert Karin Goltz weiter. Das Servicezentrum-Team gibt eine Geräteeinführung, steht während der Ausleihdauer für Fragen zur Verfügung und gibt bei der Geräterückgabe Tipps zur Aus- und Bewertung der Messergebnisse. Dabei haben die Stadtwerke-Experten durchweg gute Erfahrungen mit den technisch zuverlässigen Geräten gemacht. „Die Kunden nutzen unser Angebot deshalb auch gerne als Basis für eine weiterführende Beratung – oder auch als Hinweis vor einer Kaufentscheidung“, so Karin Goltz.

Bestimmte Stromgeräte prüfen

Grundsätzlich sei die Überprüfung des Verbrauchs empfehlenswert bei Geräten, die dauerhaft am Netz sind (z.B. Kühl- und Gefriergeräte, Aquarien, Wasserbetten), die lange Laufzeiten haben (z.B. PC, Unterhaltungselektronik, Umwälzpumpen) und bei Geräten, die mit Strom aufheizen (Heizlüfter, Geschirrspüler, Waschmaschinen, Trockner). „Dabei kann es zum großen ‚Aha-Effekt‘ kommen“, erläutert Karin Goltz. „Zum Beispiel dann, wenn die von der Großmutter geerbte Gefriertruhe im Keller sich als Großverbraucher entpuppt.“ Die Expertin schätzt, dass mit Hilfe der Strommessgeräte im Laufe der 25 Jahre mehr als 4.000 solcher Stromfresser enttarnt worden sind. „Pro Ausleihe ein Stromfresser – dann kommen wir auf diese Zahl.“

Richtige Maßnahmen umsetzen

Die Ergebnisse sind das eine – wichtig sei es, nach dem Strommessgeräte-Einsatz die richtigen Maßnahmen umzusetzen, um den Stromverbrauch zu reduzieren. „Oftmals helfen so einfache Sachen wie die richtige Programmwahl bei Geschirrspülern und Waschmaschinen, die richtige Temperatureinstellung bei Kühl- und Gefriergeräten oder die Nutzung einer Schalterleiste, die komplette PC-Anlagen oder Fernseher bei Nichtgebrauch ausschaltet“, erläutert Karin Goltz. Ein Zweitkühlschrank im Keller sollte nur bei Bedarf wie z.B. Familienfeiern in Betrieb genommen werden, Umwälzpumpen sollten auf den Lebensrhythmus der Bewohner abgestimmte Laufzeiten haben. „Dann lässt sich ganz simpel Strom und somit bares Geld sparen – und der Einsatz der Strommessgeräte hat sich gelohnt.“

Ausbau des Beratungsangebotes

Der Strommessgeräte-Verleih im Servicezentrum am Nikolaiort sei ein wesentlicher Eckpfeiler im Beratungsangebot der Stadtwerke. „Wir führen jährlich mittlerweile einige tausend Beratungsgespräche zum Thema Energiesparen, Effizienz oder auch Eigenerzeugung – Tendenz steigend“, erläutert Karin Goltz. Ihr Angebot wollen die Stadtwerke mit der gewohnt hohen Qualität weiter ausbauen – und somit die Rolle als Energielotse für die Menschen in und um Osnabrück einnehmen. „Das ist unser Beitrag für mehr Lebensqualität.“ Mehr Infos zum Stadtwerke-Beratungsangebot gibt es unter www.swo.de/energieberatung.

(Redaktion)


 


 

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