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Osnabrück

Auftaktveranstaltung in den Amazonen-Werken

Netzwerk AgritechNet Nordwest nimmt Arbeit auf

Den hohen Stellenwert der Branche machte Michael Lübbersmann deutlich: „Der bundesweit wichtigste Standort für die Agrarsystemtechnik findet sich hier, im Osnabrücker Land“, sagte der Landrat. Einen Beitrag für die künftige Wettbewerbsfähigkeit soll das Netzwerk AgritechNet Nordwest leisten, das auf Initiative des Landkreises Osnabrück seine Arbeit aufgenommen hat. Das Auftakttreffen mit rund 60 Teilnehmern fand jetzt in den Hallen der Amazonen-Werke in Hasbergen-Gaste statt. Das Thema der Veranstaltung lautete „Digitalisierung der Landwirtschaft“.

Im Osnabrücker Land sowie in den angrenzenden Gebietskörperschaften in Weser-Ems und Nordrhein-Westfalen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten ein bundesweit führendes Cluster der Agrarsystemtechnik entwickelt. Für viele der Betriebe dieser Branche spielen die Begriffe „Digitalisierung“ oder „Industrie 4.0“ eine große Rolle, denn auch die Landwirtschaft wird sich in Zukunft wandeln. Während autonom fahrende Autos auf deutschen Straßen zurzeit nur zu Testzwecken zum Einsatz kommen, sind selbständig fahrende Maschinen auf dem Acker bereits Realität. Durch den Einsatz modernster Technik, wie GPS-gestützter Anwendungen für Fahrerassistenzsysteme, innovativer Sensortechnik im Pflanzenbau oder automatisierter Robotik in der Tierhaltung kann Landwirtschaft effizienter und ressourcenschonender entwickelt werden. Jens Möller von der DKE-Data GmbH & Co. KG ging in seinem Vortrag zur Digitalisierung in der Landwirtschaft auf die anfallenden umfangreichen Datenmengen ein, die von modernen Smart Farming Technologien produziert werden. Dazu befasste er sich mit dem erforderlichen Datenaustausch zwischen den verschiedenen Systemen entlang der Wertschöpfungskette. Möllers Überzeugung: „Landwirtschaft 4.0 erfordert eine intensive Zusammenarbeit aller Marktteilnehmer“.

Arno Ruckelshausen von der Hochschule Osnabrück informierte in seinem Vortrag über neueste Forschungsergebnisse in den Bereichen Sensortechnik und Feldrobotik. Ohne das Gewächs zu berühren, generieren bildgebende Sensoren Rohdaten, aus denen sich der Zustand einer einzelnen Pflanze ableiten lässt, etwa die Biomasse oder die Versorgung mit Wasser. Die Kombinationen mehrerer verschiedener Sensoren – Sensorfusion genannt – ermöglicht unter schwierigen variablen Feldbedingungen robuste technische Lösungen. Der „BoniRob“, ein selbständig arbeitender Feldroboter, der als Verbundprojekt der Hochschule Osnabrück in Kooperation mit den Amazonen-Werken und Bosch entwickelt wurde, kann feststellen, ob es sich bei einer Pflanze um Unkraut handelt und diese ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln entfernen. „Innovative Technologien sind ein fantastisches Hilfsmittel des Menschen für eine ökologisch und ökonomisch nachhaltigere Landwirtschaft“, betonte Ruckelshausen.

Am Netzwerk beteiligen sich Unternehmen der Agrarsystemtechnik und deren Zulieferer, aber auch Unternehmen verwandter Bereiche, wie dem Landmaschinenhandel oder IT-Start-Ups. Auch zahlreiche wissenschaftliche Einrichtungen haben Ihren Sitz in der Region und engagieren sich im Netzwerk AgritechNet Nordwest.

Weitere Informationen über das Netzwerk AgritechNet Nordwest sind erhältlich beim Landkreis Osnabrück. Telefon: 0541/501-3461.

(Redaktion)


 


 

Netzwerk AgritechNet Nordwest
Einsatz
Agrarsystemtechnik
Begriffe Digitalisierung
Pflanze
Amazonen-Werke

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