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Osnabrück/Bramsche

Schulprojekt „Damals nicht, jetzt nicht, niemals!“ in Kalkriese

Volker-Johannes Trieb arbeitet mit Landkreis-Schülern


Krieg und Frieden: Mit diesem Thema setzt sich der Osnabrücker Künstlers Volker-Johannes Trieb seit geraumer Zeit auseinander. Sein jüngstes Projekt „Damals nicht, jetzt nicht, niemals!“ kam anlässlich der 100-jährigen Wiederkehr des Ersten Weltkrieges in Kooperation mit den sieben Gymnasien und dem Kulturbüro des Landkreises Osnabrück zustande. Eröffnet wurde es jetzt auf dem Gelände der VARUSSCHLACHT im Osnabrücker Land – Museum und Park Kalkriese.

Die beteiligten Schüler und Besucher wurden vom Geschäftsführer Joseph Rottmann begrüßt: „Ich freue mich, dass Kalkriese als geeignete Plattform zur Präsentation der Schülerarbeiten zum Ersten Weltkrieg ausgewählt wurde und dieser einst kriegerische Ort so als eine Grundlage für die Auseinandersetzung mit dem Thema Krieg und Frieden dient.“

Was ist das Besondere an dem aktuellen Projekt? Der Künstler verwendete Eichenstämme aus Frontgebieten des Ersten Weltkrieges, in denen noch das Metall von Geschossen steckt – Zeitzeugen des Grauens. Die Schüler bearbeiteten die Stelen weiter und stellten ihre Ideen und Ergebnisse vor. Das Projekt ermögliche eine sinnliche Erfahrung und Wahrnehmung des Themas Krieg und Frieden, sagte Trieb: „Es geht darum, dass so etwas nie wieder passiert. Ist es schon Krieg, wenn an den Außengrenzen der EU Menschen sterben?“

Landrat Michael Lübbersmann erinnerte in seinem Grußwort an historische Hintergründe und appellierte an die Anwesenden: „Um die Vergangenheit nicht zu vergessen oder zu verdrängen, müssen wir dafür sorgen, dass sie sich nicht wiederholen kann. Aus diesem Grunde müssen wir Brücken von damals zu heute bauen. Dazu können die von den Schülerinnen und Schülern zu Friedenszeichen gestalteten Stelen einen Beitrag leisten.“

Der ehemalige Präsident des Europäischen Parlaments, Hans-Gert Pöttering, hob hervor, dass es vor dem Hintergrund der aktuell angespannten weltpolitischen Situation wichtiger denn je sei, dass bereits Jugendliche für Frieden und Freiheit einträten. Mit ihren zu Friedenszeichen gestalteten Stelen, die zum Teil in internationaler Zusammenarbeit mit Schülern befreundeter Schulen entstanden seien, leisteten die Jugendlichen einen wichtigen Beitrag für ein friedliches Miteinander. Pöttering: „Wir sollten alles tun, um Frieden und Freiheit, um Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Deutschland und in Europa zu verteidigen. Es darf niemals wieder Krieg in Europa geben!“

In Kürze werden die „Trieb-Werke“ gewissermaßen geadelt: Für die G7-Außenministerkonferenz am 14. und 15. April in Lübeck wird der Osnabrücker Künstler den Konferenztisch gestalten. Dann werden auf Einladung des Bundesaußenministers Frank-Walter Steinmeier die Außenminister der sieben weltweit wichtigsten Industriestaaten in die Hansestadt kommen.

(Redaktion)


 


 

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