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E-Learning: Bundesbildungsministerin Dr. Johanna Wanka besucht Osnabrücker Berufsbildungs- und Technologiezentrum

„Bitte bringen Sie Arbeitsschuhe und Handy mit“. Das Handy? „Genau das wird in naher Zukunft die Aufforderung für unsere Lehrgangsteilnehmer im BTZ Osnabrück in der Aus- und Weiterbildung sein“, so BTZ-Geschäftsführer Reimund Beer, der mit seinem Team die Bildungsministerin über die entsprechenden Pläne bezüglich der zukünftigen Unterrichtsgestaltung informierte.

„Diese Systematik ist begleitend zum Unterricht in der handwerklichen Aus- und Weiterbildung äußerst sinnvoll“, so Wanka. Das BTZ beschäftigt sich schon seit Jahren mit digitalen Lernplattformen. „Bei entsprechenden Tagungen in unserem BTZ haben wir Anmeldungen aus ganz Deutschland“, erkärte Projektleiter Rainer Klostermann in seinem Vortrag. Inhalte könnten somit anschaulicher vermittelt werden und der Einstieg in die Praxis werde erleichtert, so Klostermann weiter. „Hier ist das BTZ Osnabrück auf das Beste aufgestellt und ich weiß, dass die Unterstützung des Bundes hier effektiv in moderne Lehre investiert werden“, lobte die Bundesbildungsministerin. Und so funktioniert es: Schaubilder, die bisher auf Papier ausgeteilt wurden, sollen die Azubis über die Plattform „Moodle“ abrufen können, verbunden mit Erklärvideos von Herstellerfirmen. Auf dieser Grundlage sollen die Nachwuchskräfte beispielsweise komplexe technische Installationen montieren.

„Die Lebenswelt der jungen Menschen ist das Digitale“

Das sagte BTZ-Geschäftsführer Reimund Beer. Darauf müsse die Handwerksausbildung sich einstellen – was auch für die Ausbilder gelte, die eben meist nicht mit Facebook und Whatsapp aufgewachsen seien. Digitalisierung der Bildung bedeute aber mehr. „Das Handwerk muss seinen Nachwuchs in seiner digital gelebten Welt abholen“, so Beer weiter. Und die ist zunehmend weniger vom Buch und von verteilten Skripten bestimmt. Gibt man im Online-Portal YouTube „Heizkörper montieren“ ein, erscheinen 176.000 Ergebnisse, davon rund 5.000 Videos. Und diese Links werden nachweislich auch genutzt.

Auf den Baustellen und beim Kundenauftrag ist das Smartphone nicht mehr wegzudenken

Es wird dokumentiert, nachgefragt und in öffentlichen Datenbanken und Foren nachgesehen. „Immer mehr Hersteller haben wichtige Informationsangebote im Netz, die unsere Handwerker vor Ort zu nutzen wissen, denn neben den offiziellen Lernangeboten hat sich eine Subkultur der Informationsbeschaffung und des Lernens entwickelt, die längst auf dem Weg zur Hochkultur ist“, so Beer‘s Analyse. Daraus folgt für das Berufsbildungs- und Technologiezentrum Osnabrück schon in naher Zukunft die Aufforderung: Bitte bringen sie Arbeitsschuhe und Handy mit.

(Redaktion)


 


 

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