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Osnabrück

Japanische Expertendelegation besuchte Stadtwerke

Im Zuge der in Deutschland angestoßenen Energiewende haben die Stadtwerke Osnabrück hochrangige Gäste aus Fernost empfangen. Eine japanische Expertendelegation informierte sich bei einem Besuch in Osnabrück über die Rolle der kommunalen Stadtwerke bei der Umsetzung des erforderlichen Umbaus der Energiesysteme.

Initiiert hatte den Informationsaustausch das deutsch-japanische Beratungsunternehmen Ecos Consult mit Sitz in Osnabrück.

"Die Expertendelegation arbeitet derzeit an Vorschlägen für die japanische Regierung, nachdem auch in Japan die Forderungen nach einer Energiewende vor dem Hintergrund der tragischen Ereignisse in Fukushima immer lauter werden", erläuterte Ecos-Geschäftsführer Wilhelm Meemken. Deutschland sei bei der Umsetzung der Energiewende bereits ein Schritt weiter, so dass Japan von den bisherigen Erfahrungen profitieren könne. "Zudem ist das japanische Energiesystem eher zentralistisch strukturiert. Stadtwerke sind in Japan gänzlich unbekannt", so Meemken weiter. "Aufgrund unserer langjährigen guten Kontakte zu den Stadtwerken Osnabrück hatten wir der Delegation daher empfohlen, sich konkret hier vor Ort in Osnabrück zum einen über die Rolle der Stadtwerke und zum anderen über konkrete dezentrale Maßnahmen zur Umsetzung der Energiewende zu informieren."

Klärgasnutzung demonstriert

Praxisbeispiele zur dezentralen grünen Energieerzeugung
Auf dem Programm der vierköpfigen Delegation stand unter anderem ein Besuch des Klärwerks in Osnabrück-Eversburg und der dortigen Klärgasnutzung. "Mit dem beim Abwasserreinigungsprozess anfallenden Klärgas betreiben wir ein Blockheizkraftwerk, das wiederum Strom und Wärme erzeugt", erläuterte der Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende Manfred Hülsmann. Auf dem Gelände der Stadtwerke-Zentrale informierte sich die Delegation zudem über eine weitere Form der "grünen" Nahwärmeversorgung mittels der vorhandenen Holzhackschnitzelheizanlage, aber auch über innovative Photovoltaiktechnik am Beispiel der neuen Solarfassade, Elektromobilität an den Ladestationen und über Energieeffizienzprojekte wie das Passivhausbürogebäude.

"Ebenso haben wir uns intensiv über die zunehmende dezentrale Versorgung, z.B. über Mikro-KWK-Anlagen, und die daraus resultierenden Auswirkungen auf das Stromnetz ausgetauscht", erläuterte Hülsmann weiter. Der Stadtwerke-Chef sowie Ecos-Geschäftsführer Meemken zogen am Montag eine positive Bilanz des Besuchs.

(Redaktion)


 


 

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