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Osnabrück

Flüchtlinge sind Chance für Betriebe

Auf der Herbst-Vollversammlung der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim stellte der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies das neue und bundesweit einmalige Integrationsprojekt „Handwerkliche Ausbildung für Flüchtlinge und Asylbewerber“ vor, das vom Land Niedersachen, den niedersächsischen Handwerkskammern, der Bundesagentur für Arbeit und den Landkreisen finanziert wird.

Ziel ist es in ganz Niedersachsen rund 500 Flüchtlinge bzw. Asylbewerber zu identifizieren, zu qualifizieren und sie auf eine Ausbildung im Handwerk vorzubereiten. Das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterstützt das Modellprojekt mit rund 1,1 Millionen Euro, hinzu kommen teilnehmerbezogene Ausgaben, die aus Fördermitteln der Arbeitsagenturen und Jobcentern sowie Handwerkskammern und der Landkreise erbracht werden. „Das Projekt hat unserer Ansicht nach das Potential einer echten Win-Win-Situation , denn es trägt dazu bei, dass das Handwerk einen Teil seiner Fachkräftelücke schließen kann und es ermöglicht motivierten und handwerksinteressierten Flüchtlingen eine Teilhabe am Ausbildungsmarkt“, ergänzt Lies, der als Ehrengast an der Vollversammlung der Handwerkskammer teilnahm.

„Für uns als Handwerksorganisation ist es aber nicht nur wichtig, die Flüchtlinge zu unterstützen, damit sie sich im komplizierten deutschen System zurechtfinden. Auch für die teilnehmenden Betriebe, die Praktika- und Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen, sind wir Ansprechpartner bei allen auftauchenden Fragen“, betont Peter Voss. Dazu gebe es Beratungs-, Schulungs- und Coaching -Angebote bis in die ersten Monate der Ausbildung hinein. Die Vorbereitungen für dieses Pilotprojekt laufen bereits. Anfang nächsten Jahres sollen die ersten Teilnehmer geschult werden, um diese dann zum Ausbildungsbeginn im August 2016 in die Betriebe zu vermitteln. Voss: „In diesen Menschen, die Sicherheit und Zukunft bei uns suchen, liegt auch eine Chance, denn es könnten die Fachkräfte von übermorgen sein mit einem Potential, was wir volkswirtschaftlich nutzen können, denn bei einer erfolgreichen Integration profitieren wir schon in wenigen Jahren von den heutigen Investitionen.“

(Redaktion)


 


 

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