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Osnabrück

Immer mehr Ausbildungsstellen bleiben leer

Etwa 30 % der regionalen Unternehmen können nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen, vor allem weil keine geeigneten Bewerbungen vorliegen.

Das ergab eine aktuelle Umfrage der IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim, an der sich 130 Unternehmen beteiligten. „Dieser Anteil steigt seit Jahren an, eine Trendumkehr ist nicht absehbar“, kommentiert Hans-Jürgen Falkenstein, stv. IHK-Hauptgeschäftsführer. Hintergründe für diese Entwicklung sind der demografische Wandel sowie der Trend zu Abitur und Studium.

Um trotz rückläufiger Bewerberzahlen Auszubildende zu finden, setzen 72 % der regionalen Unternehmen verstärkt auf das Angebot von Praktikumsplätzen. Zudem wird die Ansprache neuer Bewerbergruppen, wie etwa Studienabbrecher, immer wichtiger. Etwa die Hälfte der Ausbildungsbetriebe setzt inzwischen darauf. Auch melden fast alle Unternehmen ihre offenen Ausbildungsplätze der Agentur für Arbeit. Bewerber sind also gut beraten, sich dort zu melden. „Außerdem können Interessierte in der IHK-Lehrstellenbörse online nach Ausbildungsplätzen suchen“, so Falkenstein.


Die IHK hält überdies weitere Angebote vor, um Unternehmen bei der Azubi-Suche zu unterstützen, zum Beispiel das Projekt „Neustart“, in dem Studienabbrecher und Ausbildungsbetriebe zusammenbracht werden. Darüber hinaus will die IHK auch die Integration von Flüchtlingen in Einstiegsqualifizierung und Ausbildung fördern, durch direkte Vermittlung und durch Informations- und Netzwerkangebote für Unternehmen.


„Ein kleiner Anteil von Unternehmen bildet bereits Flüchtlinge aus“, berichtet Falkenstein. Für die meisten Unternehmen sind fortgeschrittene Deutschkenntnisse und ein gesicherter Aufenthaltsstatus während der Ausbildung Grundvoraussetzung für einen Ausbildungsbeginn (89 % bzw. 75 %). Etwa die Hälfte der Unternehmen wünscht sich Informationen zu den beruflichen und schulischen Vorkenntnissen der Flüchtlinge. Ebenso wichtig sind vorgelagerte Betriebspraktika.

(Redaktion)


 


 

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