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Osnabrück

Internationaler Aktionstag für gleiche Bezahlung

Männer verdienen im Schnitt 22 Prozent mehr als Frauen

Gleiche Arbeit, ungleicher Lohn : Damit Frauen mit derselben Tätigkeit genauso viel verdienen wie Männer müssen sie pro Jahr im Schnitt 79 Tage mehr arbeiten. Diese Ungerechtigkeit kritisieren die Gleichstellungsbeauftragten aus Stadt und Landkreis Osnabrück und beteiligen sich deshalb auch am diesjährigen Equal Pay Day.

Das Datum für den Internationalen Aktionstag ist nicht zufällig gewählt: Der 20. März ist eben der 79. Tag im Jahr. Männer müssten demnach jetzt erst die Arbeit aufnehmen, um am Ende dieses Jahres genau so viel Lohn nach Hause zu tragen wie ihre Kolleginnen. Umgekehrt gesprochen: Arbeiten Männer und Frau gleich viel, erhalten Männer 22 Prozent mehr Lohn.

„Der Landkreis Osnabrück unterstützt die Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit. Es geht aber auch darum, dass Frauen gleiche Chancen auf Führungspositionen haben sowie eine verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Auch in diesen Bereichen sind wir als Arbeitgeber Vorreiter“, sagte der Erste Kreisrat Stefan Muhle.

Auf ihrer jüngsten Sitzung befasste sich auch die Kreisarbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten mit der ungleichen Bezahlung. „Gehaltstransparenz, transparente Bewertungsverfahren und Vergütungsstrukturen in Unternehmen sind zentrale Voraussetzungen für Einkommensgerechtigkeit“, betonte Monika Schulte, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Osnabrück.
In einem Pilotprojekt des Bundesfamilienministeriums für Familie sind über den Deutschen LandFrauenverband 13 Frauen in Deutschland als Botschafterinnen für Entgeltgleichheit qualifiziert worden. Meike Stühmeyer-Freese, Regionale EqualPay-Beraterin aus Bünde, informiert in der Kreisarbeitsgemeinschaft über ihre Tätigkeitsfelder und Informationsangebote. Sie will Frauen und Männer auf die finanziellen Auswirkungen von lebensbiografischen Entscheidungen aufmerksam machen, geschlechterspezifische Lohnunterschiede und die Unterbewertung der Leistungen von Frauen deutlich machen und somit die Chancengleichheit am Arbeitsplatz fördern.

(Redaktion)


 


 

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