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Osnabrück

Kommt das facebook für Unternehmen?

Vom weltweit erfolgreichsten Social-Media-Netzwerk facebook (1,3 Mrd. Nutzer weltweit) wurden in der vergangenen Woche zwei bedeutende Neuerungen verkündet bzw. bekannt.

Zum einen stellte das US-amerikanische Unternehmen seine neue Facebook-Gruppen-Anwendung Facebook Groups vor. Dieses Tool lagert die Kommunikation in Gruppen aus der Kernanwendung in eine externe App aus. Vorteil laut Firmenchef Zuckerberg: Geschwindigkeit. Die Maßnahme ist die Fortsetzung der Auslagerungsstrategie. Schon vor Facebook Groups kamen die Anwendungen Paper, Slingshot, Mentions, Rooms und Messenger auf den Markt.

Die zweite und für Unternehmen wichtigere Neuigkeit verkündete unter anderem der Titel Absatzwirtschaft. Demnach plant facebook das Angebot einer neuen Plattform, in der sich Mitarbeiter eines Unternehmens untereinander austauschen können. Also eine Art internes facebook im Intranet. 

Wir haben nachgefragt bei Dirk Bieler, Wirtschaftspsychologe und Chef der Osnabrücker Agentur für Marketing und Werbung Bieler & Weyer, ob ein solches Tool für Unternehmen interessant sein kann. "Vielen Unternehmern liegt es durchaus am Herzen, die interne Kommunikation zu fördern. Aber das Thema ist eine klassische Führungsaufgabe und sehr komplex. Sie braucht ein Konzept, Struktur und Steuerung. Ob ein facebook- Tool dabei eine Rolle spielen kann, hängt unter anderem von den Zielen ab, die informativer, edukativer oder emotionaler Natur sein können. Facebook hat sicher das technische Know-how, für alles andere ist das Unternehmen selbst verantwortlich. Ich bin gespannt, mit welchen Tools das Portal ausgestattet sein wird und in wie weit das Thema Datenschutz Berücksichtigung findet. Von einer Hals-über-Kopf-Einführung rate ich auf jeden Fall ab."

Laut Absatzwirtschaft würde Facebook mit einem solchen Schritt viele Rivalen auf einmal angreifen. So wetteifern unter anderem Microsoft und Google darum, Unternehmen eine Plattform für die Arbeit mit Dokumenten zu bieten. Die Verbindung zu beruflichen Kontakten könnte aber auch das Geschäft von heutigen Karrierenetzwerken wie LinkedIn oder Xing durchkreuzen. 

(Redaktion)


 


 

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