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Osnabrück

Technocell investiert in die Zukunft

Für Technocell, einem Unternehmen der Felix-Schoeller-Gruppe aus Osnabrück, ist Wachstum in Wachstumsmärkten und Wachstumsregionen das klare strategische Ziel. Die Weichen dafür wurden im Sommer dieses Jahres gestellt. Mit den geplanten Investitionen unterstreicht die Technocell ihr Commitment gegenüber ihren Kunden in den Zielmärkten, stärkt ihre technologische Kompetenz, verbreitert ihre Fähigkeiten und erhöht die Versorgungssicherheit.

Der Dekorpapiermarkt ist ein Wachstumsmarkt, vor allem in den Regionen Nord- und Südamerika, im mittleren Osten, in Osteuropa, Russland und China. Um die sich bietenden Chancen in diesen Regionen zu nutzen und gleichzeitig den sich ändernden Anforderungen von Märkten und Kunden gerecht zu werden, investiert die Technocell, ein Geschäftsbereich der Felix Schoeller Group, Osnabrück, in strategisches Wachstum. Im Fokus stehen dabei die Verbesserung der Qualität der Produkte sowie die Produktivität der Anlagen. Dazu erhalten zwei Papiermaschinen in Osnabrück sowie eine Papiermaschine in Günzach neue, beziehungsweise modifizierte Stoffaufläufe.

Für den weiter wachsenden Markt in Nordamerika und zur strategischen Absicherung der heutigen Marktpositionierung wird die PM 19 in Drummondville, Kanada Ende 2015 mit einem neuen Stoffauflauf ausgestattet. Parallel prüft die Technocell die Möglichkeiten, die technischen Fähigkeiten der Papiermaschine für die Produktion von 2 x 1,61 m breiten Druckbasispapieren zu erweitern. Technocell verbessert damit sein Qualitätsniveau bei leichtgewichtigen Dekorpapieren und schafft die Voraussetzung für weiteres Wachstum.

Außerdem sollen aufgrund der steigenden Nachfrage bis zur Jahresmitte 2015 zusätzliche Kapazitäten für Vorimprägnate geschaffen werden, die Technocell Dekor unter dem Markennamen PRIP® vertreibt. Bislang werden diese Vorimprägnate im Werk Neustadt produziert.

Dekor- und Vliespapiere für den osteuropäischen Markt

Obwohl der Tapetenmarkt weitestgehend stagniert, wächst der Anteil der Vliestapeten. Dieser Substitutionsprozess wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen und vor allem in den osteuropäischen Märkten, allen voran Russland, eine wichtige Rolle spielen. Um die anziehende Nachfrage zu bedienen, wurde bereits die PM 1 in Osnabrück durch Modifikationen, vor allem in der Stoffaufbereitung, in die Lage versetzt, neben Dekorpapieren auch Vliespapiere für den Tapetenmarkt zu produzieren.

Für die Versorgung der osteuropäischen Märkte, vor allem des russischen Marktes, wurde entschieden, am Standort Penza, dem Produktionsstandort der Mayak-Technocell, eine neue Papiermaschine zu bauen. Auf ihr sollen sowohl Dekorpapiere als auch Vliespapiere gefertigt werden. Zudem wird sie mit einer Filmpresse ausgestattet, so dass inline-beschichtete Vliespapiere produziert werden können.

Ihr Anlauf ist für das 1. Halbjahr 2017 geplant, ihre Kapazität wird mit 30 000 Tonnen beziffert. Die Gesamtkapazität der Mayak-Technocell wird dann rund 58 000 Tonnen betragen.

Mit der neuen Papiermaschine ist die Technocell auf lange Sicht mit ausreichender Kapazität im Wachstumsmarkt Russland vertreten. Mayak-Technocell ist mit der bisherigen PM 5 in Penza bereits gut im russischen Dekorpapiermarkt etabliert. Mit der Investition in Zusatzkapazitäten kommt Mayak-Technocell westeuropäischen Kunden entgegen, die zunehmend Produktionsstätten in Russland bauen und dort auf eine Vorort-Versorgung setzen.

Langfristiges Ziel ist autarke Energieversorgung

Im Zuge einer langfristig angelegten Versorgungsstrategie setzt die Felix Schoeller Group in Zukunft auf eine weitestgehend autarke Energieversorgung. Ein erster Schritt dazu wurde in diesem Jahr im Werk Neustadt getan. Dort ging im Sommer eine neue Gas-basierte KWK (Kraft-Wärme-Kopplung)-Anlage an das Netz.

Ein weiterer Schritt erfolgt im Werk Penig, Sachsen, wo im kommenden Jahr ein neuer Kessel mit einer neuen Gasturbine aufgestellt wird. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Werkes zu stärken.

Mehr Informationen zum Unternehmen unter www.felix-schoeller.com

(Redaktion)


 


 

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