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Tarifkonflikt

Erste Schlichtungsrunde im Bauhauptgewerbe ergebnislos vertagt

Die erste Schlichtungsrunde im Bau-Tarifkonflikt ist am Freitagabend in Potsdam ohne Ergebnis auf den kommenden Mittwoch (13. April) vertagt worden.

Wie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie mitteilten, habe die erste Verhandlung unter dem Vorsitz des früheren Wirtschafts- und Arbeitsministers Wolfgang Clement kein Ergebnis gebracht. Die IG BAU und die beiden Arbeitgeberverbände, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) sowie der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) mussten sich nach zehn Stunden intensiver Diskussionen vertagen. Hauptgründe waren nach Gewerkschaftsangaben viel zu niedrige Entgeltangebote und unzureichende Angleichungsschritte der Ost- an die Westlöhne.

"Die Schlichtung hängt derzeit am seidenen Faden", sagte der IG BAU-Bundesvorsitzende Klaus Wiesehügel. "In der zweiten Runde müssen sich die Arbeitgeber endlich bewegen. Das ist die letzte Chance auf eine friedliche Einigung." Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Klaus Hering, erklärte: "Wir müssen die unterschiedlichen Interessen von Ost und West berücksichtigen. Aber wir brauchen mehr Zeit, um eine Lösung zu finden."

Auch in der dritten Verhandlungsrunde kein Ergebnis

Ende März hatten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften nach mehr als 16 Stunden langen Gesprächen auch in der dritten Verhandlungsrunde nicht einigen können. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und die IG BAU machten sich gegenseitig für das Scheitern verantwortlich. Weder bei der Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen noch bei der Angleichung der Mindestlöhne in Ost und West konnten die Tarifparteien eine Übereinkunft finden.

Die Arbeitgeber hatten laut Verhandlungsführer Klaus Hering eine Lohnerhöhung von 2,5 Prozent in einem ersten Schritt ab 1. April und eine weitere Erhöhung um 2,5 Prozent ab 1. April 2012 angeboten. IG-BAU-Verhandlungsführer Dietmar Schäfers warf den Arbeitgebern nach dem Scheitern der Verhandlungen hingegen vor, sich in einer Blockadehaltung verrannt zu haben. Die IG BAU fordert für die rund 700.000 Beschäftigten der Branche 5,9 Prozent mehr Geld. Außerdem sollen die Löhne in Ost und West schrittweise angeglichen werden.

(dapd )


 


 

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