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Gewinnprognose angehoben

Express- und Paket-Geschäft treiben Wachstum der Post

Dank florierender Geschäfte mit Paketen und Express-Sendungen hat die Deutsche Post ihren Gewinn im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr mehr als verdreifacht. Von April bis Juni verdiente der nach eigenen Angaben weltweit führende Post- und Logistikkonzern 278 Millionen Euro. Vor allem die drei Divisionen der Tochter DHL hätten mit einem "dramatischen Wachstum" des operativen Gewinns (Ebit) zum Erfolg beigetragen, sagte Finanzvorstand Larry Rosen am Dienstag. Analysten hatten allerdings einen noch höheren Gewinn erwartet.

Für das Gesamtjahr hob der Dax-Konzern seine Prognose nur leicht an. Der operative Gewinn solle das obere Ende der bereits genannten Spanne von 2,2 bis 2,4 Milliarden Euro erreichen. Die Post sehe "ungewöhnlich große wirtschaftliche Unsicherheiten", begründete Rosen den zurückhaltenden Ausblick. "Wir erwarten aber, dass die Weltwirtschaft im Gesamtjahr wieder zu normaleren Wachstumsraten zurückkehren wird." Die Börse reagierte dennoch positiv: In einem allgemein schwachen Umfeld legte die Post-Aktie bis zum Nachmittag um 0,5 Prozent auf 12,09 Euro zu.

Im Quartal legte der Konzernumsatz den Angaben zufolge um 0,3 Prozent auf 12,8 Milliarden Euro zu. Bereinigt um Währungseinflüsse und andere Effekte seien die Erlöse sogar um 5,8 Prozent gestiegen.

Aufwendungen für Postbank-Verkauf schmälern Gewinn

Für das erste Halbjahr ergab sich damit ein Umsatz von 25,7 Milliarden Euro und damit knapp eine Milliarde mehr als noch im Vorjahr. Der Überschuss fiel dagegen von 1,8 Milliarden auf 603 Millionen Euro. Zur Begründung verwies die Post auf Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Verkauf der Postbank. Ohne diese wäre der Gewinn um 80 Prozent gestiegen.

Ihre Hoffnungen setzt die Post nun vor allem auf das deutsche Paketgeschäft und die Express-Aktivitäten in Asien. Dort erwirtschaftete die Konzerntochter DHL im zweiten Quartal bereits 19 Prozent ihrer Erlöse, wie der Konzern erklärte. Das organische Wachstum habe demnach bei 7,4 Prozent gelegen. Ab Frühjahr 2012 solle ein neuer Luftfrachtknoten in Schanghai das Geschäft weiter beschleunigen.

Das deutsche Paketgeschäft soll vor allem von den Internet-Händlern profitieren. Durch ihre Sendungen werde das deutsche Paket-Aufkommen bis 2020 um jährlich fünf Prozent wachsen, so die Erwartung. Die Post erlöste im deutschen Paketgeschäft im zweiten Quartal 667 Millionen Euro und damit acht Prozent mehr als im Vorjahr. Dieses Wachstum und digitale Dienste sollen in der Sparte Mail künftig das Schrumpfen des Brief-Marktes kompensieren. Mittelfristig solle sich das operative Ergebnis der Sparte bei einer Milliarde Euro stabilisieren, sagte Rosen.

(dapd )


 


 

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