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Papenburg / Landkreis Emsland

Meyer Werft will Kosten um 50 Millionen Euro senken

Die Meyer Werft will im laufenden Geschäftsjahr Kosten in Höhe von 50 Millionen Euro einsparen, aber nach eigenen Angaben keine Entlassungen vornehmen. Das teilte die Werft am Montag an ihrem Stammsitz im emsländischen Papenburg mit.

Nach Angaben eines Werft-Sprechers gegenüber der Nachrichtenagentur dapd sind der Wettbewerbs- und Preisdruck auf dem Weltmarkt Grund für das massive Sparprogramm. Die Werft hatte zuletzt bei einzelnen Neubauten nicht mit den Preisen von ihren asiatischen Wettbewerbern mithalten können (business-on.de berichtete), ist aber eine weltweit anerkannte Größe beim Bau von Kreuzfahrtschiffen.

Belegschaft am Montag informiert

In einer Betriebsversammlung wurde die Belegschaft am Montag über die Pläne informiert. Die Mitarbeiter sind aufgefordert, Vorschläge zur Kostenreduzierung zu machen. Auch Gespräche mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft IG Metall sind nach Angaben der Meyer-Werft vorgesehen. Ergebnisse würden in drei Wochen erwartet, hieß es.

Der aktuelle Auftragsbestand von Meyer umfasst nach Angaben der Werft derzeit sechs Kreuzfahrtschiffe und das Forschungsschiff "Sonne", welches später in Wilhelmshaven stationiert sein wird (business-on.de berichtete). Damit ist die Werft bis ins Jahr 2015 hinein ausgelastet.

Auch Vorwürfe beschäftigen Werft

Aktuell kämpft die Werft auch an einer anderen Front: laut einem Bericht der im ostfriesischen Leer erscheinenden Ostfriesen-Zeitung erhebt ein bislang Unbekannter in einem anonymen Schreiben an die Presse, Regionalpolitiker und die Werftleitung schwere Vorwürfe gegen dort tätige Sicherheitsfirmen und den Werft-Betriebsrat. 

Auf den Schiffsneubauten eingesetzte Leiharbeiter sollen laut dem Schreiben die gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitszeiten und Pausen missachten und keinen Zugang zu Essen und getränken haben. Die Leiharbeiter sind auf den Schiffsneubauten als Wasserträger eingesetzt, um den Schwerpunkt des Baus auszutarieren. Die Meyer Werft teilte mit, dass man den Vorwürfen nachgehen werde. Ob die Vorwürfe tatsächlich zutreffen, ist allerdings unklar.

(Redaktion)


 


 

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