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Papenburg

Mehr Ärztinnen und Ärzte für Ostfriesland und Papenburg

Industrie- und Handelskammer Ostfriesland und Papenburg, Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen sowie Wachstumsregion Ems-Achse e. V. kooperieren bei der Sicherstellung der Gesundheitsversorgung

Die Bezirksstelle Aurich der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), die Industrie- und Handelskammer (IHK) für Ostfriesland und Papenburg sowie die Wachstumsregion Ems-Achse e. V., Jobmotor Nordwest intensivieren ihre Zusammenarbeit. Das haben die Partner nach der Unterschrift unter eine Kooperationsvereinbarung in Papenburg bekannt gegeben. Der Schwerpunkt der Kooperation liegt bei der Förderung der Niederlassung oder der Anstellung von Ärztinnen und Ärzten in der Region. Dazu ist eine engere Abstimmung zu Fragen der allgemeinen Standortplanung und Standortentwicklung verabredet worden.

Die Zusammenarbeit erstreckt sich auf folgende Bereiche:

  • Förderung einer flächendeckenden ambulanten medizinischen Versorgung in Ostfriesland und Papenburg durch eine bessere Abstimmung bei der jeweiligen Standortplanung.
  • Unterstützung niederlassungswilliger Ärzte bei ihrer Entscheidung in Ostfriesland und Papenburg eine Praxis zu gründen, zu übernehmen oder einer solchen beizutreten oder als angestellter Arzt in einem Krankenhaus tätig zu werden. Dazu sollen fördernde Standortfaktoren entwickelt werden.
  • Unterstützung der Lebenspartnerinnen und Lebenspartner von Ärztinnen und Ärzten bei ihrer Suche nach einer Anstellung oder auf den Weg in die Selbstständigkeit.
  • Unterstützung von Führungskräften, deren Lebenspartner Ärztin oder Arzt ist, damit diese weiterhin als Ärztin/Arzt praktizieren können.
  • Unterstützung von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, die als Betriebsarzt arbeiten wollen bzw. Betriebsärzte, die teilweise als niedergelassenen Ärzte arbeiten wollen.
  • Kostenlose Beratungen über Existenzgründungs- und Förderprogramme für Ärztinnen und Ärzte die sich niederlassen wollen.
  • IHK-Fortbildungsangebote zur Betriebsführung können auch von Ärztinnen, Ärzten und Praxispersonal genutzt werden.
  • Bessere Verzahnung der Gesundheitswirtschaft (IHK) und der ambulanten ärztlichen Versorgung (KVN).

„Eine wohnortnahe und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung ist ein wichtiger Standortfaktor. Diese Versorgung sicherzustellen ist der KVN, der IHK und der Wachstumsregion Ems-Achse ein besonderes Anliegen. Ostfriesland und Papenburg sind, wie die meisten anderen ländlich geprägten Gebiete der Bundesrepublik, in besonderem Maße vom demografischen Wandel betroffen. Nicht nur Fachkräfte im gewerblichen Bereich, sondern auch in den freien Berufen wie der Ärzteschaft zieht es vermehrt in die Städte. In der Folge fehlen qualifizierte Arbeitskräfte in der Peripherie“, sagte Dr. Torsten Slink, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg bei der Unterzeichnung der Vereinbarung.

„Die Kooperationspartner beabsichtigen, mit ihrer Vereinbarung ihren Teil dazu beizutragen, den Trend zur Landflucht abzuschwächen. Ärztinnen und Ärzte sollen dazu bewegt werden, sich im ländlichen Raum niederzulassen oder anstellen zu lassen und so die Gesundheitsversorgung vor Ort sicherzustellen. Die Stärkung dieses weichen Standortfaktors wird auch das Gewerbe und insbesondere die Gesundheitswirtschaft vor Ort in ihrem Bemühen um die Anwerbung von Fachkräften unterstützen“, so Mark Barjenbruch, KVN-Vorstandsvorsitzender.

„Vor dem Hintergrund der Niederlassungsförderung ist eine Zusammenarbeit zwischen den Partner nur folgerichtig. KVN, IHK und die Wachstumsregion Ems-Achse e. V. profitierten gemeinsam von einer guten medizinischen Versorgung. Die KVN erfüllt ihren Sicherstellungsauftrag, die IHK und die Wachstumsregion Ems-Achse profitieren aufgrund der Erhöhung der Standortqualität für ihre Mitgliedsunternehmen“, sagte Dr. Dirk Lüerßen, Geschäftsführer der Wachstumsregion Ems-Achse e. V.

Die KVN, die IHK und die Wachstumsregion werden sich zu regelmäßigen Abstimmungsgesprächen treffen, gemeinsame Projekte entwickeln, gemeinsame Interessen gegenüber der Politik vertreten und eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit betreiben.

(Redaktion)


 


 

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