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Veranstaltung erleichtert Personalgewinnung aus den Niederlanden

Eigentlich eine gute Konstellation: Fachkräftemangel in der Region auf der einen Seite, hohe Arbeitslosigkeit im benachbarten Holland. Da sollte Personalgewinnung kein Problem sein. Allerdings gibt es im Bewerbungsverfahren und im Arbeitsalltag Unterschiede, die bedacht sein wollen.

„Mehrere Jobwechsel sowie mehrfacher Wechsel zwischen Selbständigkeit und Angestelltenverhältnis sind in den Niederlanden häufiger auf einem Lebenslauf anzutreffen als in Deutschland. Sie sollten deutsche Arbeitgeber bei niederländischen Bewerbern nicht abschrecken.“ Dies betonte Julia Striegl, Deutsch-Niederländische Handelskammer, in Ihrem Vortrag bei der Veranstaltung „Personal aus den Niederlanden“ in Nordhorn. In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Vertreter der IHK sowie der Handwerkskammer Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim, der Ems Dollart Region und Euregion sowie der Arbeitsagentur Nordhorn und der UWB Werkbedrijf die Vorteile und Probleme des grenzüberschreitenden Personaleinsatzes.

Nicht nur im Bewerbungsverfahren gibt es Unterschiede zwischen den beiden Nachbarländern. Auch im Arbeitsalltag sind Hürden zu überwinden. So sorgt das allgemein übliche „Sie“ in deutschen Unternehmen bei den niederländischen Kollegen für Verwirrung, die es gewohnt sind, selbst den Vorgesetzten mit „Du“ anzusprechen. Eine Bewerbungsmappe mit Anschreiben, Lebenslauf und allen Zeugnissen ist den Niederländern unbekannt. „In den Niederlanden ist die Bewerbung per Email viel verbreiteter als in Deutschland. Außerdem geht die Tendenz zum anonymen Bewerben ohne Foto“, erklärte Striegl.

Die größten Schwierigkeiten stellen jedoch nicht die kulturellen Unterschiede dar, sondern die Sprache und die verschiedenen Bildungssysteme. Das deutsche duale Ausbildungssystem gibt es in den Niederlanden nicht. Einige Internetseiten helfen jedoch bei der Suche nach dem äquivalenten niederländischen Abschluss. Auch die IHK bietet mit dem Kompetenzzentrum FOSA (Foreign Skills Approval) Unterstützung bei der Prüfung und Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse.

Im Hinblick auf den Fachkräftemangel in der Region bietet die aktuell hohe Arbeitslosigkeit in den Niederlanden gute Möglichkeiten, die deutsche Arbeitgeber bei Ihrer Personalsuche durchaus in Betracht ziehen können. Unterstützung bekommen sie dabei von regionalen Kammern, Arbeitsagenturen und weiteren grenzüberschreitenden Institutionen.

Weitere Informationen: IHK, Ina Riesen, Tel. 0541 353-125 oder [email protected]

(Redaktion)


 


 

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