Sie sind hier: Startseite Weser-Ems Fachwissen plus IT & TK
Weitere Artikel
Kommentar von Michael Kaiser

Personalausweis mit Chip: Gefühlte Unsicherheit

Berichte über angebliche Sicherheitsmängel beim neuen Personalausweis schlagen hohe Wellen - wohl mehr ein Sturm im Wasserglas. Die Enthüllung reduziert sich letztlich auf die altbekannte Tatsache: Wer sich im Netz nicht vor virtuellen Ganoven schützt, lebt gefährlich. Und: Externe Kartenleser mit eigener Tastatur sind sicherer als solche ohne. Auch nix Neues.

Die Sicherheitsmängel haben in Wahrheit wenig mit dem neuen Perso als vielmehr allgemein mit der Sorglosigkeit der Nutzer zu tun. Sie treiben sich auf dubiosen Seiten herum, öffnen ungeprüft merkwürdige Mails mit noch merkwürdigerem Inhalt, halten "Firewall" für eine irische Popband und kennen Antiviren-Software nur vom Erzählen. So haben virtuelle Ganoven leichtes Spiel. Das Problem sitzt also wieder einmal zwischen Stuhl und Tastatur - alte Administratorenweisheit. 

Ebay-Accounts sind für Hacker attraktiver

Dass sich Hacker in Scharen auf den neuen Ausweis stürzen werden, ist nicht zu erwarten. Der Grund ist einfach: Der Profit ist zu gering. Außerdem müssten sie sich zudem in den Besitz des Ausweises selbst bringen. Aus einem gehackten Account des Online-Auktionshauses Ebay hingegen oder einem schlecht gesicherten Postfach bei einem Webmailer lässt sich sofort viel Honig saugen. Berechtigt ist allerdings die Frage, ob wirklich unbedingt der Personalausweis als digitale Kennkarte herhalten muss; eine separate wäre vielleicht besser. Das ist zwar irrational, sorgte aber für etwas mehr gefühlte Sicherheit.

(ots / Neue Westfälische)


 


 

Sicherheitsmängel
Ganoven
Tastatur
Personalausweis
Ausweis

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Sicherheitsmängel" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: