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NDR-Recherchen

Pfifferlinge von minderer Qualität im Verkauf

Nach Recherchen des NDR Wirtschafts- und Verbrauchermagazins "Markt" werden in Supermärkten und auf Wochenmärkten verdorbene und schimmelnde Pfifferlinge angeboten.

Mitarbeiter des Norddeutschen Rundfunks hatten zehn Mal Pfifferlinge eingekauft und testen lassen. 70 Prozent, also sieben von zehn Pfifferling-Proben waren bereits laut Test beim Verkauf verschimmelt und verfault, ein Einzelfällen fanden sich bereits Maden in den beliebten Speisepilzen.

Vier Proben aus Supermärkten schnitten schlecht ab. Von den auf Wochenmärkten eingekauften Proben waren nur zwei unbedenklich, eine eingeschränkt zu empfehlen und der Rest schnitt ebenso schlecht ab wie im Supermarkt. Das Gesamtergebnis ist aufgrund der relativ kleinen Stichprobe allerdings nicht repräsentativ. Dennoch: "Wer verschimmelte Pilze isst, kann krank werden. Man kann starke Bauchschmerzen bekommen, Durchfall, Erbrechen, eventuell Blut im Urin und Fieberschübe können die Folge sein", so Pilz-Sachverständiger Georg Müller von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie.

Schlechte Qualität: Wetter und Waldbrände Grund

Ein Grund für die schlechte Ware: Die Pfifferlinge stammen meistens aus osteuropäischen Ländern wie Polen oder dem Baltikum. Dort hat es in den vergangenen Wochen viel geregnet. Die Ware verdirbt dadurch schneller. Außerdem kommen Pfifferlinge häufig aus Russland. Doch die Waldbrände dort haben das Angebot an Pfifferlingen stark verknappt, so dass zurzeit häufig nur Pfifferlinge von minderer Qualität im Umlauf sind.

Mehr zum Thema "gefährliche Pfifferlinge" in der Sendung "Markt" am Montag, 16. August 2010, um 20:15 Uhr im NDR Fernsehen.

(Redaktion)


 


 

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