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Pflegetagegeldversicherung

Vergleich 2015: Pflegekosten- oder Pflegetagegeldversicherung sinnvoll?

Nicht nur die Tatsache, dass im Pflegefall die körperlichen Fähigkeiten deutlich herabgesetzt sind und der oder die Betroffene von dritten Personen abhängig ist, sondern auch die damit verbundene finanzielle Belastung ist nicht zu unterschätzen.

Um für den Pflegefall zumindest in finanzieller Hinsicht und damit auch indirekt in Bezug auf eine bessere Betreuung vorsorgen zu können, empfiehlt sich der Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung in Form der Pflegetagegeldversicherung, Pflegekostenversicherung oder Pflegerentenversicherung als sinnvoll.

Doch welche sind jeweils die besten privaten Pflegeversicherungen? Hier bietet der Vergleich aus dem private Pflegeversicherung Test 2015 eine Entscheidungshilfe. Eine Übersicht der aktuellen Testsieger von Stiftung Warentest, Focus Money etc. mit den besten Pflegezusatzversicherungen in 2015 bietet das Fachportal www.pflegeversicherung-test-vergleich.de/

Was ist sinnvoll?: Pflegekostenversicherung, Pflegerentenversicherung oder Pflege-Tagegeld-Versicherung?

Bei der privaten Pflegekostenversicherung übernimmt das Versicherungsunternehmen die Kosten, die die gesetzliche Pflegeversicherung nicht trägt. Je nach gewählten Vertragsverhältnis werden dabei entweder Teilkosten übernommen oder sämtliche anfallenden Pflegekosten.

Bei der Pflege-Tagegeld-Versicherung erhält der Versicherte im Falle von Pflegebedürftigkeit einen festen Tagessatz durch den Versicherer ausbezahlt. Hierbei ist es unerheblich wie hoch die tatsächlich anfallenden Pflegekosten sind und welchen Anteil die Pflegepflichtversicherung dabei übernimmt.

Finanztest empfiehlt Pflegetagegeldversicherung als sinnvollste Variante

Im Vergleich zur Pflegekosten-Versicherung bietet die Pflegetagegeld-Versicherung für den Versicherten die Möglichkeit, selbst mit entscheiden zu können, inwieweit das ausgezahlte Pflegegeld Verwendung findet.

Hierbei kann sowohl ein ambulanter Pflegedienst bezahlt werden oder aber es können mithilfe des Pflegetagegeldes auch mögliche Verwandte oder Bekannte finanziell für den Pflegeaufwand entschädigt werden. Zudem spielt es für die Auszahlung der Pflegetagegeld-Versicherung keine Rolle, ob die Pflege in einem Pflegeheim oder in den eigenen vier Wänden erfolgt. Damit ist laut Empfehlung der Stiftung Warentest die Pflegetagegeldversicherung die sinnvolle Alternative.

Pflege-Rentenversicherung: Pflegerenze bei Demenz

Daneben gibt es noch die Möglichkeit eine so genannte Pflege-Rentenversicherung abzuschließen. Der Vorteil dieser Versicherungsart liegt in einer deutlich flexibleren Vertragsgestaltung als bei den anderen beiden Vertragsmodellen. Zudem wird die Pflegerente auch beim Eintritt einer Demenz ausbezahlt.

Während bei der Pflegekosten-Versicherung und der Pflege-Tagegeld-Versicherung auch beim Eintritt der Pflegebedürftigkeit weiter Beiträge anfallen, fällt dieser mit Beginn der Pflegebedürftigkeit im Vertragsmodell der sogenannten Pflegerente weg. Ein weiterer Vorteil dieses Versicherungsmodells liegt zudem darin, dass beim Tode des Versicherten, ähnlich wie bei einer Lebensversicherung, die Angehörigen bei einigen Anbietern ein Teil der eingezahlten Beträge zurückerhalten.

Inwieweit sich die Kosten für die jeweilige Art der privaten Pflegezusatzversicherung kann mit einem Rechner kalkuliert werden.

Kosten der Pflege im Alter je nach Pflegestufe

Betrachtet man die finanziellen Aufwendungen allein für den Bereich der ambulanten Pflege, so fallen für die Pflegestufe I monatlich Beträge von rund 530 Euro an. Bei der Pflegestufe II werden bereits finanzielle Eigenaufwendungen in Höhe von durchschnittlich 1270 Euro und in der Pflegestufe III von 2320 Euro seitens der zu pflegenden Person notwendig sein.

Im Bereich der stationären Pflege werden in der Pflegestufe I rund 740 Euro monatlich an Kosten für die Pflege als Eigenanteil anfallen, in der Pflegestufe II 960 Euro und in der Pflegestufe III monatlich 1260 Euro. Um hier den eigenen finanziellen Aufwand entweder vollständig entfallen zu lassen oder aber auf ein Mindestmaß zu reduzieren, empfiehlt sich der Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung. Mehr zu den Pflegestufen auf den Seiten des Bundes.

Staat fördert Private Pflergezusatzversicherung mit Zuschuss

Der Staat fördert eine derartige Pflegezusatzversicherung mit 60 Euro pro Jahr beziehungsweise fünf Euro monatlich. Der Staat zahlt dabei den jährlichen Zuschuss, wenn der Beitrag für eine Pflege-Tagegeld-Versicherung oder Pflegekostenversicherung mindestens 120 Euro im Jahr beträgt und zudem ein späterer Pflegeleistungsvertrag mindestens 600 Euro monatlich in der Pflegestufe III umfasst. Der Vorteil der privaten Pflegezusatzversicherung liegt darin, dass die Versicherungsunternehmen im Gegensatz zu den nichtstaatlich geförderten Tarifen keine Gesundheitsprüfung verlangen dürfen.

Gesundheitsprüfungen entfallen auch bei Vorerkrankungen und älteren Antragstellern

Insbesondere für Personen, die bereits älter sind oder bestimmte Vorerkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes mellitus aufweisen, ist dies ein deutlicher Vorteil, da niemand abgewiesen werden darf. Auch dürfen keine Risikozuschläge erhoben werden und Leistungen ausgeschlossen werden. Insgesamt gibt es zwei Möglichkeiten sich privat für den Pflegefall abzusichern und dabei die staatlichen Förderungsbeträge in Anspruch zu nehmen.

Stiftung Warentest vergleicht private Pflegezusatzversicherer

Die Leistungen der jeweiligen privaten Pflegeversicherer unterscheiden sich jedoch hinsichtlich der Beiträge und der entsprechenden Leistungen. Die Stiftung Warentest hat zu Beginn des Jahres 2015 ein umfassendes Themenpaket zum Bereich der privaten Pflegezusatzversicherung herausgegeben.

Hierbei verweist Stiftung Warentest auch auf die eigenen jüngst durchgeführten Testergebnisse im Hinblick auf die Qualität einzelner Anbieter im Bereich der privaten Pflegezusatzversicherung. 

Beim Test von Stiftung Warentest belegte die HanseMerkur mit ihrem Tarif PA den ersten Platz mit der Note “sehr gut“ (Notendurchschnitt 1,3). Als zweitbester Versicherer wurde die DFV mit ihrem Tarif PZV von Stiftung Warentest ausgezeichnet. Das Qualitätsurteil lautete hier ebenfalls “sehr gut“ (Notendurchschnitt 1,5). Drittbester Anbieter war die Mecklenburgische mit ihrem Tarif ProME Pflegeplus und der Note “gut“ (Notendurchschnitt 1,7).

Die LVM wurde von Stiftung Warentest mit ihrem Tarif PZT Komfort ebenfalls mit der Note “gut“ beziehungsweise einem Notendurchschnitt von 1,8 als viertbester Anbieter ausgezeichnet. Die Bayerische Beamten-KK kam mit ihrem Tarif Pflege Premium Plus auf den fünften Rang und erzielte ebenfalls die Note “gut“, bei einem Notendurchschnitt von 1,9. Weitere Testergebnisse zur privaten Pflegezusatzversicherung gibt es hier.

Vergleich der Pflegeversicherung Testsieger sinnvoll

Als Fazit lässt sich festhalten, dass die private Pflegezusatzversicherung insbesondere in jungen Jahren ein gutes und besonders günstiges Vorsorgeinstrument darstellt. Aber auch im mittleren Alter empfiehlt sich die private Pflegezusatzversicherung als als sinnvolle Vorsorge, um die Kosten bei einer später möglicherweise anfallenden Pflege entweder vollständig zu vermeiden oder auf ein Minimum zu reduzieren.

Hierbei gilt es die einzelnen Versicherer hinsichtlich der gewährten Leistungen und der monatlich aufzuwendenden Beiträge miteinander zu vergleichen. Zudem empfiehlt sich auch zu überlegen, ob eine Pflegekosten-Versicherung, eine Pflegerentenversicherung oder eine Pflegetagegeld-Versicherung abgeschlossen werden soll. Zum Berechnen der Beiträge kann der aktuelle Pflegezusatzversicherung Rechner online und kostenlos auf http://www.pflegeversicherung-test-vergleich.de/rechner genutzt werden.

(Asenta GmbH)


 

 

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