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Gesundheitsminister Rösler

"Lobbyisten sind zum Glück fast immer leicht zu durchschauen"

Als "leicht zu durchschauen" hat Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) die Lobbyisten nach seinen ersten gut 100 Tagen Mitgliedschaft im Bundeskabinett und an den Schaltstellen des politischen Sektors im Gesundheitsbereich enttarnt.

 "Lobbyisten sind zum Glück fast immer einfach zu durchschauen. Von denen darf man sich nicht beeindrucken lassen", sagte Rösler gegenüber der "Leipziger Volkszeitung". Man brauche nur "einen starken inneren Kompass und der heißt für mich, ein vernünftiges robustes Gesundheitssystem auf den Weg zu bringen", so der Liberale.

"Bevor ein Vermerk den Minister erreicht, ist er schon bei der Energiewirtschaft und bei der Pharmaindustrie oder wo auch immer. Ich habe mir das aus der fernen Provinz wirklich so nicht vorstellen können." (Innenminister Thomas de Maizière)

Nach seinem Wechsel von der sächsischen Staatsregierung auf den Chefsessel des Bundeskanzleramtes hatte in der vorigen Legislaturperiode Thomas de Maizière (CDU) noch über den "verhängnisvollen Einfluss" der Lobbyisten auf den Gesetzgebungsprozess geklagt: "Bevor ein Vermerk den Minister erreicht, ist er schon bei der Energiewirtschaft und bei der Pharmaindustrie oder wo auch immer. Ich habe mir das aus der fernen Provinz wirklich so nicht vorstellen können."

Rösler will fachlich gut sein, statt laut zu "klappern"

Zu seinem Arbeitsstil als Gesundheitsminister im Milliarden-Geschäft Gesundheit meinte Rösler gegenüber der Zeitung: "Mein Stil ist es nicht, laut zu klappern, aber wenig zu erreichen. Das überlasse ich lieber anderen. Ich arbeite intensiv mit meinen Fachleuten. Und erst, wenn die Konzepte gereift sind, werden diese öffentlich diskutiert." Davon abgesehen sei doch klar: "Ich kann in 100 Tagen nicht das alles wieder zum Guten wenden, was in elf Jahren versäumt wurde."

(Redaktion)


 


 

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