Sie sind hier: Startseite Weser-Ems Business-News
Weitere Artikel
Festnahmen in Polen

Ikea-Anschlagserie aufgeklärt

Die Serie von Sprengstoffanschlägen auf IKEA-Kaufhäuser im In- und Ausland ist aufgeklärt. Das teilten das Landeskriminalamt Sachsen und die Staatsanwaltschaft Dresden am Donnerstag mit. Der Fall soll demnach nach Polen abgegeben werden. Die dortigen ermittler schlugen bereits im Oktober zu.

Am Freitag, den 10. Juni hatte sich in der Küchenabteilung einer Dresdner Filiale der schwedischen Möbelkette Ikea eine Explosion ereignet. Eine 32-jährige Frau und ihr 41-jähriger Begleiter erlitten dabei ein Knalltrauma (business-on.de berichtete). Im Vorfeld dieser tat hatte es u.a. bereits Anschläge auf IkeaFilialen im flämischen Gent, im französischen Lille und niederländischen Eindhoven gegeben. Im September mussten darüber hinaus wegen gefundener Bombenattrappen zwei Möbelhäuser des schwedischen Möbelkonzerns im tschechischen Prag evakuiert werden.

Trittbrettfahrer wollte Geld kassieren

Mehrere Wochen nach der Tat in Dresden hatte ein 24-jähriger Trittbrettfahrer aus dem nordrhein-westfälischen Niederkassel versucht, einen sechsstelligen Betrag von der deutschen Ikea-Gesellschaft in Wallau bei Frankfurt am Main zu erpressen. Er war in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Köln noch am Vorabend der geplanten Geldübergabe am 1. Juli 2011 ermittelt worden und wurde an seinem Arbeitsplatz festgenommen. Seine Erpressermail hatte er aus einem Internetcafe verschickt.

Heiße Spur nach Attrappen-Funden in Prag

Neben dem Erpresserschreiben des 24-jährigen Frachtarbeiters aus Niederkassel waren allerdings auch weitere E-mails bei Ikea und den Behörden eingegangen. Als heiße Spur stellte sich letztlich eine Millionenforderung nach den letzten Taten in Prag heraus.

bereits im Oktober konnte nordwestlich der polnischen Hauptstadt Warschau zwei Tatverdächtige von der polnischen Polizei festgenommen werden. Die beiden Männer mit polnischer Staatsbürgerschaft legten inzwischen ein Geständnis ab. Eine persönliche oder wirtschaftliche Beziehung zu Ikea sollen beide nicht haben. Als Tatmotiv gaben sie finanzielle Schwierigkeiten an. Die Staatsanwaltschaft Dresden will den Fall an die Ermittlungsbehörden abgeben.

(Redaktion)


 


 

Ikea
Köln
Polizei. Staatsanwaltschaft Dresden
Oktober
Niederkassel
Ikea
Tat
Niederkassel
Erpresserschreiben
Polen
Prag
Eindhoven
Niederlande
Trittbrettfahrer
Geständnis
Bombenattrappen

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Ikea" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: