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EnBW-Chef

Villis warnt Politik vor weiteren Belastungen der Energiewirtschaft

Deutschlands drittgrößter Stromversorger EnBW hat die Politik vor weiteren Belastungen der Energiewirtschaft gewarnt. Konzernchef Hans-Peter Villis sagte am Dienstag auf der Hauptversammlung des Unternehmens in Karlsruhe, der Konzern wolle in den kommenden zehn Jahren seine Leistung im Bereich der erneuerbaren Energien nahezu verdoppeln und dazu rund acht Milliarden Euro investieren.

Voraussetzung dafür sei aber, dass die Investitionsfähigkeit des Unternehmens nicht durch die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen eingeschränkt werde. "Jeder außerplanmäßige Stillstand unserer Kraftwerke und jede weitere energiepolitische Belastung schränkt unsere Investitionsspielräume empfindlich ein", warnte der Manager laut einem vorab verbreiteten Manuskript.

EnBW war bis zum Atommoratorium mit einem Kernkraftanteil von 51 Prozent das am stärksten von der Atomenergie abhängige Unternehmen unter vier deutschen Reaktorbetreibern. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromproduktion lag dagegen im vergangenen Jahr nur bei 10,5 Prozent. Doch will der Konzern seine vorhandenen Kapazitäten bis 2020 von derzeit rund 3.100 Megawatt auf mehr als 6.000 Megawatt erhöhen.

Villis: Umbau der Energieversorgung dauert

Villis sagte, der von der Politik offenkundig gewollte beschleunigte Umbau des deutschen Energieversorgungssystems stelle EnBW vor sehr große Herausforderungen. "Wir stehen zu unseren Kernkraftwerken, und wir sind überzeugt, dass unsere Anlagen sicher sind", betonte der Manager. Doch nehme EnBW auch zur Kenntnis, dass die Mehrheit der Deutschen nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima die Kernkraft in Deutschland ablehne.

Der Manager warnte jedoch davor, schnelle Lösungen für den Umbau des deutschen Energiesystems zu erwarten. "Dazu ist es zu komplex", sagte er.

(dapd )


 


 

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