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Jever / Bremen

Polizei hatte mit Betrunkenen alle Hände voll zu tun - Zelle demoliert

In Friesland und in Bremen hatte die Polizei am vergangenen Wochenende in zwei Fällen mit völlig betrunkenen Personen alle Hände voll zu tun. Während einem Mann in Jever unter Alkohleinfluss das schwierige Kunststück gelang, eine spartanisch eingerichtete Polizeizelle völlig zu demolieren, verlief der Fall in der Hansestadt noch eher amüsant.

Jever: 35-Jähriger demolierte Gewahrsamszelle

Wilhelmshaven. Am vergangenen Samstag, gegen 23.50 Uhr wurden Beamte der Polizei Jever nach Schortens-Grafschaft entsandt, da dort ein stark alkoholisierter Mann mit einer blutenden Kopfplatzwunde immer wieder versucht hatte, auf die Straße zu laufen und dort Fahrzeuge anzuhalten. Weil er sich nach Polizeiangaben äußerst aggressiv verhielt, wurde der Mann in Begleitung von zwei Polizeibeamten mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht und dort ärztlich versorgt. Da der 35-jährige gebürtige Osteuropäer alleine wohnte und sich weigerte die Namen von Verwandten oder Bekannten anzugeben, wurde er zu seinem eigenen Schutz auf der Polizeiwache Jever in Polizeigewahrsam genommen. Dort trommelte und trat er nach Angaben eines Polizeisprechers zunächst ständig gegen die Metalltür der Gewahrsamszelle. Bei einer der Kontrollen wurde dann bemerkt, dass der 35-Jährige den fest installierten Türspion in der massiven Zellentür entfernt hatte. Wegen der dann fehlenden Überwachungsmöglichkeit und der sehr hohen Aggressivität des Mannes, entschieden die Beamten schließlich, Verstärkung anzufordern, da ein gefahrloses Betreten für sie nicht mehr möglich war. Erst nach dem Eintreffen von Verstärkungskräften, betraten dann mehrere Beamte die Zelle. Dabei wurde festgestellt, dass es dem Insassen offensichtlich gelungen war, ein Kunststofflüftungsgitter zu entfernen und ein mit dem Mauerwerk verdübeltes Metallgitter mit bloßen Händen herauszureißen. Mit letzterem hatte er insgesamt acht Glasbausteine des Fensters eingeschlagen. Der gesamte Zellenboden war nach Angaben eines Polizeisprechers zu diesem Zeitpunkt mit Betonstücken und Glassplittern übersät. Der friedlich schlafende Verursacher wurde im Folgenden einer anderen Gewahrsamszelle zugeführt. Die Entlassung des ausgenüchterten und dann nach Polizeiangaben "ausgesprochen friedlichen Verursachers" erfolgte am nächsten Morgen. Am Sonntagmorgen zeigte sich der zwischenzeitlich eingetroffene Dienststellenleiter des Polizeikommissariats Jever über das Ausmaß der Schäden erschüttert. Er äußerte in diesem Zusammenhang, dass er in seiner langen Dienstzeit noch nie solche Beschädigungen in einer Gewahrsamszelle gesehen habe.

Bremen: Im Park schlafender Mann glaubte an Verkehrskontrolle

Bremen. Mit einen nicht alltäglichen aber wesentlich freundlicheren Einsatzverlauf hatten am Samstagmorgen um 9.00 Uhr zwei Beamte der Bremer Innenstadtwache zu tun. In den Wallanlagen fanden sie einen 25 Jahre alten Mann bäuchlings schlafend, alle Viere von sich gestreckt, auf dem Rasen liegend vor. Als sie ihn aus seinem Tiefschlaf geweckt hatten, stand er schnell in "Achtungsstellung" stramm schwankend vor ihnen. An seiner rechten Gesichtshälfte soll nach Angaben eines Polizeisprechers "noch die halbe Wiese in Form von Gras und Laub" geklebt haben. Gegenüber den verdutzten Polizeibeamten äußerte er dann spontan: "Ich bin nur 30 gefahren. Sie können mich nicht anhalten, weil ich zu langsam war. Ich fahre immer hier lang und dann die zweite links!" Dabei deutete er in Richtung des Gerhard-Marks-Haus. Als er nach seinem Personalausweis gefragt wurde, holte er wie bei einer Verkehrskontrolle üblich, seinen Führerschein heraus und erklärte: "Mein Fahrlehrer hat mir sogar einen Strich gegeben, weil ich hier 30 gefahren bin. Darf ich jetzt bitte weiterfahren? Ich möchte jetzt nach Hause!" Als er dann auch noch spontan in den Streifenwagen stieg und sich im Fond anschnallte, waren die Beamten zunächst perplex, hatten dann allerdings ein Einsehen, ihren Fahrgast ausnahmsweise doch nach Hause zu fahren. An der Haustür verabschiedete er sich schließlich mit den Worten: "Bis Sonntag dann, Jungs!" und verschwand mit seinem Gras im Gesicht im Hausflur, so ein Bremer Polizeisprecher über den amüsanten Einsatz.

(Redaktion)


 


 

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