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Wenig Auswirkungen auf die Kunden

Bundesweiter Arbeitskampf bei Postbank auch am Montag

Mehr Arbeit, weniger Lohn und kürzeren Urlaub: Postbank-Beschäftigte streiken gegen die Kostensenkungspläne des neuen Eigners Deutsche Bank. Die Gewerkschaft Verdi will den bundesweiten Arbeitskampf auch zum Wochenbeginn fortsetzen.

"Wenn die Streiks nicht ausreichen, werden wir nachlegen - in das Weihnachtsgeschäft hinein", erklärte Verdi-Vorsitzender Frank Bsirske am Freitag nach Gewerkschaftsangaben auf einer Kundgebung in Köln. Nach einer Übersicht der Gewerkschaft legten am selben Tag etwa 3.500 Beschäftigte die Arbeit nieder, ebenso viele wie am Donnerstag.

Die Pläne der Deutsche Bank bedeuteten einen "Generalangriff auf die Arbeits-, Entlohnungs- und Lebensbedingungen der Beschäftigten", kritisierte Bsirske. Nach Gewerkschaftsangaben sollen Bereiche der Postbank in neue Gesellschaften ausgegliedert werden, in denen die Beschäftigten wesentlich schlechteren Arbeitsbedingungen ausgesetzt wären.

Ein Sprecher der Postbank erklärte in Bonn, die für die Kunden wichtigen Funktionen der Bank liefen auch am zweiten Streiktag weitgehend normal. Die Auswirkungen des Arbeitskampfs beträfen in erster Line Überweisungen auf Papier, bei denen es zu Verzögerungen komme. Die beleglosen Zahlungen, die 95 Prozent der Überweisungen ausmachten, liefen normal. Die Filialen seien geöffnet, und die Bargeldversorgung an den Geldautomaten sei gesichert.

Zahlungsverkehr für andere Banken läuft

Auch die Auswirkungen auf andere Banken, deren elektronischer Zahlungsverkehr über Rechenzentren der Postbank-Tochter Betriebs-Center für Banken (BCB) abgewickelt wird, blieben den Angaben zufolge gering. Der Sprecher sagte: "Es lief gestern rund, das wird auch für heute erwartet."

Belegschaftsvertreter hatten schon am Donnerstag deutlich gemacht, dass sie in diesen sensiblen Bereich nicht mit ganzer Härte eingreifen wollten. Der Unternehmenssprecher sagte, die meisten Vorgänge liefen automatisch; auch würden Beamte eingesetzt.

Die Postbank hat rund 20.000 Mitarbeiter, davon sind 9.000 Beamte. Von den Umbauplänen sind zunächst etwa zehn Prozent der Beschäftigten betroffen. Der Streik werde an einzelnen Standorten auch am Samstag fortgesetzt und bundesweit am Montag wieder aufgenommen, erklärte die Gewerkschaft.

(dapd )


 


 

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